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Keiner kann zum Glauben gezwungen werden

In der 25. Folge des „Katechismus-Podcasts“ der „Tagespost“ spricht Pfarrer Guido Rodheudt über den Glaubensgehorsam des Menschen.
Abendgebet
Foto: _ via www.imago-images.de (www.imago-images.de) | Der Glaube ist dem Menschen zu eigen, weil er einen freien Willen und Verstand besitzt. Tiere hingegen können keine Glaubensakte setzen.

„Wie antwortet der Mensch auf den sich offenbarenden Gott?“ Diese Frage stellt die Nummer 25 des Kompendiums des Katechismus. Pfarrer Guido Rodheudt weist in der 25. Folge des „Katechismus-Podcasts“ darauf hin, dass Gott nicht wolle, dass wir seine Offenbarung nur schweigend annehmen würden und dann unserer Wege gingen. Wenn wir Menschen einen anderen Menschen ansprechen, würden wir in der Regel auch eine Antwort erwarten. So sei es auch mit Gott.

Tiere können nicht glauben

So steht auch im Kompendium: „Der Mensch antwortet, unterstützt durch die Gott Gnade, mit dem Glaubensgehorsam. Dieser besteht darin, sich Gott völlig anzuvertrauen und seine Wahrheit anzunehmen, weil sie von ihm, der Wahrheit selbst, verbürgt ist.“
Rodheudt betont, der Glaube sei eine Haltung, die nur dem Menschen möglich sei, weil er einen freien Willen und Verstand habe. Ein Tier könne nicht glauben.

Lesen Sie auch:

Durch den Glauben gebe der Mensch dem sich offenbarenden Gott seine Zustimmung und vertraue sich ihm an. Dies nenne die Bibel „Glaubensgehorsam“. Der Glaube sei somit nicht ein „vages Gefühl“, sondern eine Grundhaltung. Deshalb könne der Mensch auch nicht zum Glauben gezwungen werden; er sei eine freiwillige Haltung, die aus dem Innersten komme. Der Mensch wende sich an Gott, weil er es wolle. Vorab müsse er den Gott, den er in Wort und Überlieferung erfahren habe, als real akzeptieren und in sein Leben hineinlassen. Dieses lebendige Umgehen mit dem unsichtbaren Gott nenne man „Glaube“. DT/sha

Info: Der Katechismus- Podcast der Tagespost

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