Mit der Einladung zum 1700-Jahr-Jubiläum des Konzils von Nicäa an den Ort des Geschehens ist dem klugen alten Patriarchen noch einmal ein echter Coup gelungen. Da zog der 85-jährige Bartholomaios, der Ökumenische Patriarch von Konstantinopel, gemeinsam mit Papst Leo XIV. über einen Steg auf eine Plattform im Iznik-See, um jenes Gebetstreffen zu leiten, das im Rückgriff auf die christologischen Klärungen vor 1700 Jahren eine Strategie für die künftige Einheit der Kirchen zeigen sollte: als Glaubens- und Gebetsgemeinschaft nämlich.
Patriarch Bartholomaios: Global Player der Ökumene
Bartholomaios gelingt mit dem Nicäa-Treffen ein ökumenischer Coup: Als moralische Instanz und gütiges Gesicht der Orthodoxie führt er Rom und den Osten näher zusammen
