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Das Herzstück aller Schriften

In der 22. Folge des „Katechismus-Podcasts“ der „Tagespost“ befasst sich Theologin Margarete Strauss mit der Bedeutung des Neuen Testaments, insbesondere der Evangelien.
Christus Mosaik in der Kathedrale von Cefalù in Sizilien
Foto: IMAGO/Loop Images/Apexphotos (www.imago-images.de) | Die vier Evangelien sind das Hauptzeugnis für das Leben Jesu. Dass sie sich nicht vollkommen gleichen zeugt von ihrer Authentizität.

Im Neuen Testament komme die Offenbarung Gottes zum Höhepunkt: Sein Kern sei die Botschaft Jesu Christi selbst, so die Theologin Margarete Strauss, die in der 22. Folge des „Katechismus-Podcasts“ die Nummer 22 des Kompendiums des Katechismus darlegt, in der es heißt: „Das Neue Testament, dessen zentrales Thema Jesus Christus ist, bietet uns die endgültige Wahrheit der göttlichen Offenbarung. Die vier Evangelien nach Matthäus, Markus, Lukas und Johannes, die das Hauptzeugnis für das Leben und die Lehre Jesu sind, bilden darin das Herzstück aller Schriften und nehmen in der Kirche eine einzigartige Stellung ein.“

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Drei Stufen bei der Bildung der Evangelien

Diese Vorrangstellung werde auch in der Liturgie sichtbar: Während der Messe blieben die Gläubigen bei den Lesungen und dem Psalm sitzen, doch sobald das Evangelium angestimmt werde, stünden sie feierlich auf. Dies zeige: „Hier spricht Christus selbst.“
Strauss geht auch auf die drei Stufen ein, die sich bei der Bildung der Evangelien unterscheiden lassen und die unter der Nummer 126 des Katechismus beschrieben sind: Die erste Stufe sei das Leben und die Lehrtätigkeit Jesu selbst. Die zweite sei die mündliche Überlieferung: Ganz nach ihrem Missionsauftrag hätten die Apostel das, was sie gehört und erlebt hätten, weitererzählt. In der Antike habe eine „Mentalität des Mündlichen“ vorgeherrscht. Viele Menschen hätten weder lesen noch schreiben können und deshalb „durch Hörensagen Dinge erfahren“. Die dritte Stufe sei dann die Abfassung der Evangelien.

Die Theologin erklärt, dass das eine Evangelium Jesu Christi, seine frohe Botschaft, „viergestaltig“ dargelegt sei – in den vier Evangelien. Diese seien Augenzeugenberichte. Bei der Zeugenbefragung nach einem Autounfall werde deutlich, dass jeder Zeuge auf andere Details geachtet habe; die verschiedenen Informationen zusammengenommen würden ein Gesamtbild ergeben. So ähnlich sei es auch mit den vier Evangelien: Jedes lege auf unterschiedliche Dinge wert. Dies spreche für ihre Authentizität.
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