Interview

"'The Chosen' hat unser Leben komplett verändert"

Die Schauspieler Liz Tabish, Jordan Walker Ross und Drehbuchautor Tyler Thompson sprechen mit der „Tagespost“ über die erfolgreiche Jesus-Serie.
Tyler Thompson, Jordan Walker Ross, Lukas Furch, Liz Tabish

Jordan Walker Ross spielt in „The Chosen“ den kleinen Jakobus. Der gebürtige Texaner lebt seit seiner Kindheit mit einer schweren Skoliose und einer Zerebralparese.

 Jordan, wie fühlt es sich für Sie an, hier in Berlin zu sein und die dritte Staffel von "The Chosen" zu bewerben?

Es ist surreal. Es ist großartig, ein Teil dieser Gruppe zu sein, die ich mittlerweile zu meinen engsten Freunden zähle. Es ist nicht nur ein Job. Jedes Mal, wenn wir eine neue Staffel drehen, ist es, als würde man zurück zu einem Sommerlager oder so etwas gehen. Ich freue mich einfach so, dabei zu sein. Selbst in den Szenen, in denen ich ganz im Hintergrund bin. Das allein ist schon erstaunlich. Dazu kommt, dass es bei Millionen von Menschen auf der ganzen Welt Anklang findet und ich an Orte wie diesen komme.
 Als Schauspieler ist es natürlich ein Traum, Arbeit zu finden und mit Leuten zu arbeiten, die man mag. Aber letztendlich besteht das Hauptziel darin, ein Kunstwerk zu schaffen, das langlebig ist. Und ich bin einfach dankbar, dass wir das mit „The Chosen“ geschafft haben. Wenn ich für den Rest meines Lebens nie wieder gebucht werde, geht es mir damit gut. Ich weiß, dass ich ein Teil von etwas Großem war und dass diese Show lange weiterleben wird.

Lesen Sie auch:

Warum spricht Ihrer Meinung nach „The Chosen“ so viele Menschen an?

Ich denke, es ist die Menschlichkeit Jesu und seiner Apostel. In vielen glaubensbasierten oder biblischen Dramen wird Jesus typischerweise mit einem Fokus auf den Gottesaspekt und nicht auf seine Menschlichkeit dargestellt. Aber in „The Chosen“ hat Jesus Sinn für Humor, er hat so viel Mitgefühl und Liebe, und er weint mit seinen Aposteln und tanzt mit ihnen und schneidet Grimassen, um Kinder zum Lachen zu bringen. Das macht es einfach, sich ihm innerlich zu näher. Er wirkt vertraut. Und auf der anderen Seite sind die Apostel mit ihren Fehlern und Komplikationen und Nuancen. 

Wo sehen Sie die Menschlichkeit bei Ihrem Charakter, beim kleinen Jakobus? 

Die Autoren haben es geschafft, uns Schauspieler in unsere Charaktere einzuweben. Und beim kleinen Jakobus bedeutete es mir sehr viel, dass sie meine Behinderungen akzeptierten und sie zu einem Teil meines Charakters machten. Zuerst war es beängstigend, so verletzlich zu sein und der Welt so etwas zu offenbaren wie: Hey, ich hinke, ich habe eine Behinderung, weil ich mein ganzes Leben lang das Gefühl hatte, ich müsste das verbergen.
Es war einschüchternd, mich darauf einzulassen und es zu einem Teil meiner Figur zu machen. Aber irgendwie hat es mich auch von dieser Unsicherheit befreit, weil ich mich damit auseinandersetzen musste.  Dadurch, dass die Autoren so viel von mir in den kleinen Jakobus gesteckt haben, hat der kleine Jakobus mir geholfen, mich selbst ein bisschen mehr zu lieben.

Schon in früheren Staffeln hat Jakobus mit der Frage gerungen, warum Jesus andere heilt, aber nicht ihn. Sehen wir mehr davon in der dritten Staffel? 

Ja, wir sehen mehr von Jakobus‘ Reise zu mehr Selbstakzeptanz. Die Sache ist die: damit der kleine Jakobus geheilt werden kann, müsste ich auch geheilt werden. Ich schließe das nicht aus - aber zum jetzigen Zeitpunkt, in dem ich dieses Interview gebe, bin ich nicht geheilt. Deshalb mussten wir es in der Serie so halten, dass Jesus Jakobus‘ Behinderungen nicht heilt.  Ich bin sehr zufrieden mit der Art und Weise, wie wir damit umgegangen sind. Denn ich denke, dass sich die Menschen oft auf die körperliche Heilung konzentrieren, obwohl wir eigentlich eine innerliche Heilung brauchen, eine mentale, emotionale, spirituelle und psychologische. Meiner Meinung nach ist es das, was der kleine Jakobus mehr als alles andere brauchte. Und ich auch.

 

Sie selbst leben mit einer Behinderung. Würden Sie denn selbst gern geheilt werden?

Nein, ich würde mich nicht ändern. Wenn man mich als Teenager gefragt hätte, als ich gemobbt wurde, dann hätte ich gesagt, ja, bitte, wo kann ich mich anstellen? Aber jetzt, an diesem Punkt meines Lebens, wäre ich ohne meine Behinderung nicht die Person, die ich bin. Ich wäre nicht der Vater, der ich bin. Ich wäre nicht der Schauspieler, der ich bin. Also ja, ich bin dankbar dafür, mit diesen Behinderungen gesegnet worden zu sein. Und vorher habe ich sie als Fluch betrachtet. Der Schlüssel dafür war meine innere Heilung. In der dritten Staffel konfrontiere ich Jesus mit der Tatsache, dass ich nicht geheilt bin. Ich hoffe, das wird die Zuschauer herausfordern. Ich weiß, dass es bereits bei vielen Menschen Anklang gefunden hat.

Der kleine Jakobus ist einer der ersten Apostel, der Maria Magdalena trifft. Im Gegensatz zu anderen Jüngern zeigt er schon früh ein Verständnis dafür, dass bei Jesus die Außenseiter willkommen sind … 

Na ja, ich denke, wenn Jakobus eine Behinderung gehabt hätte – was wir nicht wissen -, dann hätte Jesus ihn sicher mit offenen Armen angenommen. Ich glaube, das wäre unglaublich attraktiv für jemanden mit einer Behinderung, besonders in einer Zeit, in der alle anderen diese Person wegstoßen und sagen: Nein, wir wollen dich nicht hier. Dass dann jemand sagt: Komm‘ mit mir, ich wähle dich aus. Im Kontext von „The Chosen“ halte ich das für einen sehr wichtigen Grund, warum der kleine Jakobus Jesus nachfolgt.

Hat sich Ihre Wahrnehmung von Jesus verändert, seitdem Sie diese Rolle spielen?

Auf jeden Fall. Ich bin zwar episkopal-christlich aufgewachsen, hatte aber nie eine tiefe spirituelle Beziehung. Ich betete, wenn ich etwas wollte. Aber der Glaube gehörte nicht zum Alltag. Es war sehr beeindruckend, durch „The Chosen“ diese Dinge verkörpern, die ich in meiner Kindheit immer in der Sonntagsschule gelernt habe: Die Heilung des Aussätzigen, die Hochzeit zu Kana und die Speisung der 5000.
Natürlich ist Jonathan [Roumie, Darsteller von Jesus, Anm. d. Red.] nicht der wahre Jesus, aber die Szenen mit ihm berühren mich immer. Jonathan hat einfach diesen Blick – ich nenne es seinen „Jesus-Blick“, bei denen man nicht wegschauen kann. In der dritten Staffel richtet er diesen Blick auch auf mich als kleinen Jakobus. Die Szene war dadurch leicht zu spielen, denn wenn Jonathan den Jesus-Blick aufdreht und dir sagt „Ich liebe dich“, dann ist es schwer, nicht von Emotionen überwältigt zu werden. Das hat mir ein tieferes Verständnis dafür gegeben, wer die Apostel waren, und dafür, wer Jesus war und die Liebe, die auf der Leinwand vermittelt wird.

Liz Tabish spielt  in  „The Chosen“ die Rolle der Maria Magdalena. 

Liz, in früheren Interviews haben Sie darüber gesprochen, wie „The Chosen“ Ihre Karriere als Schauspielerin verändert haben. Inwiefern?

Mir wurde damals gesagt, dass ich einen Werbespot gebucht hatte. Zu dem Zeitpunkt konnte ich selbst mit diesem Job kaum die Miete bezahlen. Und dann kontaktierte mich mein Agent und sagte: Tut mir leid, wir hatten die falsche Liz. Ich dachte an diesem Punkt, okay, das funktioniert eindeutig nicht. Ich kann mir meinen Lebensunterhalt nicht verdienen, ich kann kaum meinen Kopf über Wasser halten. 
Ich musste meinen Lebensplan ändern und etwas Praktischeres finden. Und so sagte ich meinem Agenten, er solle aufhören, mich einzureichen. Ich sagte zu ihm: „Ich kann das nicht mehr. Ich kann mit dieser Art von Ablehnung nicht umgehen.“ Es fiel mir nicht schwer, aufzugeben, weil ich auch nicht kreativ erfüllt war. Ich spielte keine Rollen, die mir etwas bedeuteten. Wie auch immer, mein Agent hat mich trotzdem bei „The Chosen“ eingereicht – gegen meinen Wunsch.  Aber als ich das Drehbuch las und mich so tief mit dieser Figur verbunden fühlte, so schön geschrieben und ehrlich und real, dachte ich: „Das wurde für mich geschrieben“. Ich fühlte mit ihrer „Lilith“-Persönlichkeit. Fast ein bisschen unheimlich. 

 

Lilith, so nennt sich Maria Magdalena, bevor sie von Jesus geheilt wird. Am Anfang der Serie erleben wir sie als von Dämonen besessen – nicht einmal der Hohepriester Nikodemus kann sie austreiben. Vor „The Chosen“ haben Sie bei einigen Indie-Kurzfilmen im Horrorgenre Regie geführt, oft mit weiblichen Hauptfiguren. Hat das Ihre Interpretation von Maria Magdalena beeinflusst?

Das ist irgendwie lustig. Ich habe das Gefühl, dass die erste Folge von „The Chosen“ mein Abschied vom Horror-Genre war. Ich begann damals mit diesen Filmen, weil ich von der Qualität der weiblichen Charaktere enttäuscht war, die ich bei Castings und im Fernsehen sah. Ich wollte verschiedene Arten von weiblichen Hauptrollen erforschen. Deshalb begannen ich und ein paar meiner Freunde im Laufe von ein paar Jahren, Geschichten zu erzählen, von denen wir dachten, dass sie bisher irgendwie unerzählt geblieben sind. Es hat Spaß gemacht. Wir hatten auch Erfolg bei ein paar Festivals. Das Horror-Genre kann kathartisch sein; es kann helfen, Traumata zu verarbeiten. Aber ich kam zu einem Punkt, wo ich nicht länger das Bedürfnis verspürte, das als Regisseurin auszuloten. Die Geschichte, die ich wirklich erzählen wollte, ist diese Geschichte, die wir durch „The Chosen“ erzählen können; eine Geschichte der Erlösung und Transformation. Maria Magdalena ist ein toller Charakter, sie hat emotionale Tiefe und psychologische Komplexität. Menschen können sie verstehen, weil sie echt ist. Manchmal ist das nicht schön, aber es spiegelt die Erfahrung vieler Leute wider.

Wie fühlt es sich an, zu wissen, dass Ihre Arbeit von so vielen Menschen auf der ganzen Welt angesehen wird?

Es ist surreal zu sehen, was „The Chosen“ auf der ganzen Welt bewirkt. Ich meine, wir haben so klein angefangen; die ersten vier Folgen waren durch Crowdfunding finanziert; wir wussten nicht einmal, ob wir die erste Staffel abschließen konnten. Aber dann kam dieses allmähliche Wachstum. „The Chosen“ hat eindeutig eine universelle Botschaft, die so viele verschiedene Menschen verstehen. Es ist aufregend, ein Teil von so etwas zu sein.

Ich möchte Sie zu einer Szene von Maria Magdalena in der zweiten Staffel befragen, nämlich als sie die Jünger für eine Zeit lang verlässt. Sie fällt in ihre alten Muster zurück, aber dann kehrt sie wieder um und steht Jesus ein zweites Mal gegenüber und bittet noch einmal um Vergebung. Wie haben Sie sich darauf vorbereitet? Und was ging Ihnen in diesem Moment durch den Kopf?

Die Szene war eine Herausforderung! Mir war klar, dass das ein Moment in der Serie ist, den man als Schauspieler nicht einfach herunterleiern kann. Man kann das nicht vortäuschen. Ich musste es ein Stück weit persönlich durchmachen – und in mancher Hinsicht war es fast wie eine Beichte für mich, weil ich Maria Magdalena hier gut verstehen kann. Ich kenne das Gefühl, nicht gut genug zu sein, im Grunde nicht würdig zu sein. Deshalb bin ich dankbar, Teil einer Show zu sein, die dich ständig daran erinnert, dass es in Ordnung ist, nicht würdig zu sein. 
Jesus sagt:  ich will nur dein Herz. Die Vergebung, die er bietet, ist so bewegend. Diese Szene ist für mich auch heute noch eine Erinnerung daran, wenn ich in diese mentale Falle tappe und ich denke: „Ich bin es nicht wert“, „Ich kann das nicht“, „Ich bin nicht gut genug dafür“. Dagegen hält diese beständige Liebe: „Du bist geliebt“.

Tyler Thompson  ist Drehbuchautor für „The Chosen“ .

Tyler, Sie haben von Anfang an für The Chosen geschrieben. Hatten Sie eine Ahnung, dass dieses Projekt so abheben würde?

Nein, überhaupt nicht. Ich meine, es fing so klein an: Den Weihnachtskurzfilm, den wir jetzt herausgebracht haben, „The Shepherd“, war ursprünglich nur ein kleines Projekt, das Dallas Jenkins [Regisseur von „The Chosen“, Anm. d. Red.] und ich 2014 zusammen geschrieben haben. Er wurde ursprünglich auf einer Farm im Norden von Illinois gedreht, umringt von Schafen. Und jetzt zeigen wir ihn in Berlin, fast zehn Jahre später. Verrückt!

Lesen Sie auch:

Warum ist diese Show so erfolgreich?

Wir sind überzeugt, dass unser Ansatz etwas Besonderes ist. Wir haben immer Authentizität und Intimität über das Spektakel gestellt. In vielen Szenen der Show sprechen nur ein oder zwei Personen. Wir haben Massenszenen, aber eigentlich steht die Intimität, die Nähe, die Tiefe im Zentrum. Das ist natürlich auch nur deswegen möglich, weil wir so viele Staffeln haben. Das gibt uns viel Zeit, in die Geschichten der Menschen hineinzuschauen.

Das Neue Testament bietet ja nicht so viele Gespräche unter zwei Augen. Wie war dieser Prozess, die Heilige Schrift sozusagen zu erweitern? Hatten Sie Bedenken dabei?

Wir achten sehr genau auf die Dynamiken der zugegeben eher wenigen intimen Gespräche, die wir im Evangelium finden, wie zum Beispiel zwischen Jesus und Nikodemus, auch wenn es nicht so viele gibt. Diesen Geist, dieses Gefühl versuchen wir dann auszubauen, damit es in anderen Geschichten plausibel wirkt.  Die Leute fragen viel danach, ob wir Angst hatten, etwas falsch zu machen. Ich habe keine Angst. Natürlich bin ich ein fehlerhafter Mensch, aber wir arbeiten sehr eng mit Bibelexperten zusammen, mit einem messianischen Rabbiner und Priestern, damit wir uns nicht zu weit aus dem Fenster lehnen. Deswegen habe ich keine Angst. Wir schreiben mit viel Selbstvertrauen.

Gab es auch unerwartete Kontroversen?

In der zweiten Staffel gab es eine Szene, in der Jesus die Bergpredigt einstudierte, und manche Zuschauer mochten das nicht. Das habe ich nicht erwartet. Es hat mich aber auch nicht so sehr gestört, weil es eine schöne Gelegenheit für die Menschen war, über die Göttlichkeit und die Menschlichkeit Christi zu diskutieren und das Göttliche gegenüber dem Menschlichen nicht zu überbetonen. Denn zumindest in der Serie glauben wir, dass Jesus vollkommen menschlich und vollkommen göttlich war. Man muss also beide Seiten davon erkunden. Wir wollen in „The Chosen“ Jesus als Person zeigen, nicht als weit entfernten Gott.

Was oder wer sind Ihre Inspirationen als Drehbuchautor?

Nun, ich habe Theaterstücke geschrieben, bevor ich zum Drehbuchschreiben kam, also bin ich ein großer Fan von Tennessee Williams und Tony Kushner. Zuletzt hat Tony Kushner an Steven Spielbergs Film „The Fable Mines“ geschrieben, und das hat mir sehr gut gefallen. Ganz allgemein war historische Fiktion für mich interessant, denn das ist das Genre, in dem wir arbeiten, historisch plausible Fiktion. Manche Dinge können wir einfach nicht wissen – nur spekulieren, was hätte sein können.

Gab es Herausforderungen, auf die Sie mit „The Chosen“ als historische Fiktion gestoßen sind?

Ja, die Leute stoßen manchmal auf Sätze, die anachronistisch wirken, wie wenn Jesus auf Englisch „not too shabby“ (deutsch: gar nicht schlecht) sagt, nachdem er einem Aussätzigen einen Umhang umlegt. Aber wir wollen, dass der Text für die Menschen einfach normal und menschlich klingt. Es gibt wahrscheinlich kein hebräisches Äquivalent dazu. Aber irgendwie haben sie das wahrscheinlich schon etwas ausgedrückt, wenn sie sagen wollten: „Das steht dir“ oder „Das sieht nicht schlecht aus“.

Was können die Zuschauer von der dritten Staffel erwarten?

Zunächst einmal müssen Sie sich die neue App holen. Man findet sie im App Store oder Google Play Store unter „The Chosen“. Sie enthält ganze Kommentarvideos, in denen wir die Episoden für die Zuschauer aufschlüsseln. Worauf ich mich freue, sind nicht nur die sehr menschlichen Schwierigkeiten, die unsere Charaktere in Staffel drei durchmachen. Ich weiß nicht, ob Sie schon Gerüchte gehört haben, aber diese Staffel wird etwas düsterer als die anderen. Nicht im negativen Sinne. Es ist einfach so, dass das Leben selbst manchmal schwierig sein kann. 

Vor kurzem erschien sogar ein Artikel über „The Chosen“ in der New York Times; jetzt läuft ihre Serie auf Netflix. Immer mehr Leute schauen zu. Haben Sie das Gefühl, dass Sie mehr zu verlieren haben oder dass die Erwartungen höher sind?

Die Erwartungen waren tatsächlich schon immer hoch, in Bezug auf die Authentizität und in Bezug darauf, wie wir Jesus darstellen. Man geht nicht in ein Projekt über Jesus oder die Menschen um ihn herum und denkt: Oh, wir können uns da irgendwie durchmogeln. Wir wollten uns diesem Thema immer mit großer Sorgfalt und mit künstlerischem Anspruch nähern und es wirklich ernst nehmen. Das hat sich nie geändert, egal ob wir auf Netflix sind oder in der New York Times oder nirgends. Allerdings würde ich sagen, dass meine Begeisterung gewachsen ist. Ich bin heute hier in Berlin, dabei bin ich doch ein Niemand, der in einem Maisfeld in Illinois aufgewachsen ist. Zu wissen, dass Menschen in anderen Ländern die Show schätzen – das ist wirklich aufregend für mich.

Die Printausgabe der Tagespost vervollständigt aktuelle Nachrichten auf die-tagespost.de mit Hintergründen und Analysen.

Themen & Autoren
Sally-Jo Durney Bergpredigt Jesus Christus Maria Magdalena Neues Testament Steven Spielberg

Weitere Artikel

Maria Magdalena war das „Beispiel und Modell für jede Frau in der Kirche“, so Papst Franziskus. In Mainz hängt nun neben zwölf Apostelleuchtern ein Dreizehnter: Für den „CEO“ des ...
20.01.2023, 05 Uhr
Bernhard Meuser
Die christliche US-Erfolgsserie „The Chosen“ zeigte im Berliner „Babylon“-Kino zum Start der dritten Staffel einen brandneuen Kurzfilm.
20.12.2022, 15 Uhr
Sally-Jo Durney

Kirche

Katholiken und Orthodoxe seien „gemeinsam zum gleichen Ziel unterwegs“, sagt der Grazer Bischof Krautwaschl.
02.02.2023, 19 Uhr
Stephan Baier
Menschenrechte gegen Katechismus: Eine Podiumsdiskussion über die Sexualmoral des Synodalen Weges fördert erneut weltanschauliche Gräben zutage.
02.02.2023, 13 Uhr
Anna Diouf
Bei zwei Begegnungen spricht sich der Papst für den Frieden und die Bekämpfung der Armut im Kongo aus. Hass und Gewalt seien niemals zu rechtfertigen, sagte er.
01.02.2023, 21 Uhr
José García
Man erhoffe sich von der Führung im Südsudan ein erneutes Bekenntnis zum Frieden und Bemühungen, das Friedensabkommen umzusetzen, so der Vatikanvertreter bei der UNO.
01.02.2023, 16 Uhr
Meldung