Logo Johann Wilhelm Naumann Stiftung Amoklauf in Tennessee

Papst „tief betroffen“ von Attentat in christlicher Schule

Er wolle die Angehörigen der sechs Opfer eines Schusswaffen-Attentats in einer Grundschule der „liebevollen Umarmung des Herrn Jesus Christus“ anvertrauen, so Franziskus.
Schüsse an Grundschule in US-Stadt Nashville
Foto: John Amis (AP) | Der Eingang der Covenant School. Bei Schüssen an einer Grundschule in Nashville im US-Bundesstaat Tennessee sind am Montag drei Kinder und drei Erwachsene getötet worden.

Nach dem Schusswaffen-Attentat an der Covenant-Schule in der US-amerikanischen Stadt Nashville mit sechs Todesopfern hat Papst Franziskus sein Beileid für alle, „die von dieser sinnlosen Gewalttat betroffen sind“, geäußert. Bei dem Amoklauf in der christlichen Schule im Bundesstaat Tennessee am Montag wurden drei Kinder im Alter von neun Jahren und drei Angestellte getötet, so die „New York Times“.

Gebet um die Macht des Auferstandenen

In dem Beileidsschreiben, das der Vatikan am Mittwoch veröffentlichte, versicherte der Papst seine Gebete. Nach Angaben von „Vatican News“ schließe er sich der gesamten Trauergemeinschaft um die toten Kinder und Erwachsenen an und empfehle sie der „liebevollen Umarmung des Herrn Jesus Christus“. Ebenso rufe er die Kraft des Heiligen Geistes an, um Trost für die trauernden Familien zu bringen. Er wolle beten, dass sie „in ihrem Glauben an die Macht des auferstandenen Herrn bestätigt werden, der jeden Schmerz heilt und aus unsagbar Bösem Gutes hervorbringt“, so Franziskus.

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Die Schule ist nach eigenen Informationen eine private christliche Einrichtung, in der Kinder von der ersten bis zur sechsten Klasse unterrichtet werden. Es gibt dort auch einen Kindergarten.

Täterin war „Trans“

Nach Angaben der örtlichen Polizei sei die mutmaßliche Schützin am Tatort von den Polizeibeamten erschossen worden. Sie habe früher selbst die Schule besucht. Zu ihrer Identität gab es zunächst widersprüchliche Angaben: Zuerst wurde angegeben, sie sei eine 28 Jahre alte Frau gewesen. Später meldete die Polizei, die Täterin habe sich in den letzten Monaten als Mann identifiziert. Man fand unter anderem Lagepläne und ein „Manifest“ in ihrem Besitz, das man noch auswerten müsse, so Polizeichef John Drake.

Einige Mitglieder der Republikaner sehen einen Zusammenhang mit der geschlechtlichen Identität und der Gewalttat: Marjorie Taylor Greene, Abgeordnete des US-Repräsentantenhauses für den Bundesstaat Georgia, äußerte: „Wie viele Hormone wie Testosteron und Medikamente gegen psychische Erkrankungen hat der Transgender-Schütze in Nashville genommen?“ Nun könne man „aufhören, Waffen die Schuld zu geben.“

Auch der Bischöfe von Nashville, J. Mark Spalding, äußerte sich bei einer Messe und appellierte: „Lasst uns beten für die Opfer, deren Familie und die Covenant-Presbyterian-Gemeinschaft“.

Der US-Präsident Joe Biden forderte nach der Tat eine erneute Verschärfung des Waffenrechts und eine Durchsetzung eines sogenannten „Sturmgewehr-Verbots“. Der US-Kongress solle einen von ihm dazu vorgelegten Entwurf endlich verabschieden. DT/jmo

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