Logo Johann Wilhelm Naumann Stiftung Köln

Kardinal Woelki ruft zur Beichte auf

Wem seine Verfehlungen wirklich leidtun, wer seine Sünde aufrichtig bereut, der darf auf Gottes Vergebung hoffen, so der Kölner Erzbischof, Rainer Maria Woelki. Auch er selbst mache regelmäßig vom Empfang der Beichte Gebrauch.
Kardinal Woelki lädt zur Beichte ein
Foto: Marius Becker (dpa) | „Wem seine Verfehlungen wirklich leidtun, wer also seine Sünde aufrichtig bereut, der darf auf Gottes Vergebung hoffen“, so Woelki.

Der Kölner Kardinal Rainer Maria Woelki ruft dazu auf, vom Empfang der Beichte Gebrauch zu machen. Er wünsche allen Gläubigen die nötige Kraft zur Umkehr: „Raus aus der Schuld und aus der Sühne, raus aus der Dunkelheit! Gehen wir gemeinsam dem österlichen Licht entgegen“, so Woelki im Kölner Domradio.

Woelki: Niemand ist ohne Schuld

Keiner sei ohne Schuld, so der Kölner Erzbischof. „Jeder, der ehrlich in sich hineinhört, spürt das.“ Die Kirche nenne die Dinge, die bei den Menschen nicht in Ordnung seien und sie von Gott trennten, Sünde. Doch seit ihren Anfängen kenne die Kirche auch die Vergebung dieser Sünden. Dies gehe zurück auf die Worte Jesu: „Wem Ihr die Sünden vergebt, dem sind sie vergeben!“. Im Vertrauen auf dieses Wort, so der Kardinal, dürfe man einem jeden Priester beim Empfang des Bußsakramentes sein Herz ausschütten.

„Wem seine Verfehlungen wirklich leidtun, wer also seine Sünde aufrichtig bereut, der darf auf Gottes Vergebung hoffen“, so Woelki. Wenn der Priester dann die Worte „Hiermit spreche ich dich los von deinen Sünden, gehe hin in Frieden!“ spreche, bringe er damit zum Ausdruck, dass es kein Versagen und keine Schuld gebe, die Gott nicht verzeihen könnte.

Gott schenkt im Bußsakrament seinen Frieden und seine Liebe

„Wo ein ehrliches Bekenntnis, wo Reue ist, und wo der Wille zur Wiedergutmachung gegeben ist und zur Versöhnung mit Gott, da öffnet Gott wie der Vater beim verlorenen Sohn bereitwillig seine Arme“, meint der Kölner Erzbischof. So ermögliche Gott einen Neuanfang und schenke im Bußsakrament seinen Frieden und seine Liebe. Auch er selbst gehe regelmäßig zur Beichte - „und ich weiß, wie gut das tut, wenn Gott mir dieses wunderbare Geschenk – das Geschenk seiner Versöhnung macht“.

DT/mlu

Die Hintergründe zu diesem Thema finden Sie in der Wochenausgabe der Tagespost. Kostenlos erhalten Sie die Zeitung hier.

Themen & Autoren
Maximilian Lutz Erzbischöfe Geistliche und Priester Gott Jesus Christus Kardinäle Rainer Maria Woelki Religiöse Verfehlungen und Sünden

Weitere Artikel

Ein Jahr Papst Leo: Die Spiritualität des Robert Prevost und der Beitrag der amerikanischen Kardinäle.
08.05.2026, 05 Uhr
Guido Horst
Papst Leo XIV. eröffnet seine Algerienreise am Märtyrerdenkmal „Maqam Echahid“ in Algier und ermutigt die Algerier zu Vergebung als Weg zum wahren Frieden.
13.04.2026, 14 Uhr
Meldung

Kirche

Zehntausende feiern das Pfingstfest auf glühenden Straßen und in überfüllten Kirchen: eine Bilanz des kirchlichen Aufbruchs.
26.05.2026, 20 Uhr
Franziska Harter
Der Leiter der Loretto-Gemeinschaft Maximilian Oettingen spricht über die Gemeinsamkeiten der traditionellen Chartres-Wallfahrt und der charismatischen Pfingstfestivals.
26.05.2026, 18 Uhr
Franziska Harter
Hoher Besuch im bayerischen Wallfahrtsort Maria Vesperbild: Kurienkardinal Peter Turkson predigte über die Kirche als Werkzeug der Einheit.
26.05.2026, 17 Uhr
Benedikt Merz