In der Auseinandersetzung zwischen Rom und der traditionalistischen Priesterbruderschaft St. Pius X. hat der Präfekt des Glaubensdikasteriums, Víctor Kardinal Fernández, nachgelegt. In einem vom Presseamt des Heiligen Stuhls veröffentlichten Statement vom heutigen Mittwoch heißt es, wie bereits kommuniziert, hätten die durch die Piusbrüder angekündigten Bischofsweihen nicht den nötigen päpstlichen Auftrag.
„Dieser Akt wird ‚einen schismatischen Akt‘ darstellen (Ecclesia Dei, Nr. 3). ‚Die formale Zustimmung zu einem Schisma ist eine schwere Beleidigung Gottes und bringt die Exkommunikation mit sich, wie im Kirchenrecht festgesetzt ist‘“, so das Statement weiter. Die Zitate, die Fernández aufführt, stammen aus dem Schreiben, mit dem 1988 bereits Papst Johannes Paul II. auf eine unrechtmäßige Bischofsweihe durch den damaligen Obersten und Gründer der Piusbruderschaft, Erzbischof Lefebvre, reagierte.
Weiter heißt es in dem Statement, der Heilige Vater bete „weiterhin darum, dass der Heilige Geist die Verantwortlichen der Priesterbruderschaft St. Pius X. erleuchte, damit sie von der außerordentlich schwerwiegenden Entscheidung, die sie getroffen haben, wieder Abstand nehmen.“
Die Piusbrüder wollen am 1. Juli eine noch unbekannte Anzahl neuer Bischöfe weihen. Die beiden verbliebenen Bischöfe der Piusbruderschaft, Bernard Fellay und Alfonso de Galarreta, wurden 1988 noch von Marcel Lefebvre geweiht. (DT/jra)
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