Zum Auftakt der Frühjahrsvollversammlung des Zentralkomitees der deutschen Katholiken (ZdK) am Dienstag in Würzburg hat dessen Vorsitzende Irme Stetter-Karp die Handreichung für Segensfeiern „Segen gibt der Liebe Kraft“ noch einmal verteidigt. Wie die Katholische Nachrichtenagentur KNA berichtete, hält Stetter-Karp die Sorgen von Papst Leo XIV. für unbegründet.
Die von der Gemeinsamen Konferenz von ZdK und Deutscher Bischofskonferenz (DBK) erarbeitete Handreichung ziehe eine klare Grenze zwischen Segensfeiern und Trauungen, sagte die ZdK-Chefin. Damit knüpfte sie an frühere Äußerungen an, die sie nach der Kritik von Papst Leo XIV. an der in Deutschland etablierten Praxis gemacht hatte.
Handreichung solle vielen zum Segen werden
Sie hoffe, dass die Handreichung „weiterhin an so vielen Orten wie möglich“ für Segnungen gleichgeschlechtlicher Paare sowie von Paaren in sogenannten irregulären Situationen genutzt werde und „zum Segen wird“. Dabei verwies sie auf eine Äußerung des Papstes auf dem Rückflug aus Afrika. Dieser habe erklärt, im Bereich der Moral gebe es „viel größere und wichtigere Themen“ als allein die Sexualmoral.
Zugleich kritisierte Stetter-Karp das kurz zuvor veröffentlichte Abschlussdokument einer noch von Papst Franziskus eingesetzten Theologenkommission. Darin erkenne sie keine Signale aus dem Vatikan zur Weihe von Diakoninnen. Die Ergebnisse der Kommission „lassen mich ohne wirkliche Ermutigung zurück“, sagte sie. (DT/dsc)
Die Printausgabe der Tagespost vervollständigt aktuelle Nachrichten auf die-tagespost.de mit Hintergründen und Analysen.










