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Haltung von Papst Franziskus zum Synodalen Weg ist unverändert

Vatikansprecher Matteo Bruni äußert sich zu Aussagen des Vorsitzenden der polnischen Bischöfe über den Papst und dessen Kritik am Synodalen Weg.
Matteo Bruni,Pope Francis Thursday appointed Matteo Bruni director of the Holy See Press Office, effective July 22.2019
Foto: Stefano Spaziani (Spaziani) | Die Einstellung von Papst Franziskus zum Synodalen Weg ist immer noch dieselbe, wie er sie 2019 in seinem Brief an das Pilgernde Volk in Deutschland deutlich gemacht hat, so Vatikansprecher Matteo Bruni.

Der Vatikansprecher Matteo Bruni hat zu den Äußerungen des Posener Bischofs und Vorsitzenden der Polnischen Bischofskonferenz, Stanislaw Gadecki, in Bezug auf Papst Franziskus und den Synodalen Weg Stellung bezogen: Die Haltung des Papstes sei unverändert dieselbe, die er 2019 in seinem Brief an das Pilgernde Volk in Deutschland dargelegt habe, sagte Bruni am Dienstag auf Anfrage der "Katholischen Nachrichten-Agentur" (KNA). Damit reagierte er auf Berichte über den Besuch Gadeckis bei Papst Franziskus am vergangenen Montag.

Papst Franziskus auf Distanz zum Synodalen Weg

Wie der Vorsitzende des polnischen Episkopats zuvor in einem Interview mit Radio Vatikan berichtet hatte und die polnischen Bischöfe später in einem Kommuniqué bekräftigten, stehe der Papst dem Synodalen Weg in Deutschland nach eigenen Angaben distanziert gegenüber, weil er zu einer Protestantisierung der katholischen Kirche führen könne, gegen die sich selbst Protestanten aussprächen. 

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Gadecki hatte während seines 45-minütigen Gesprächs mit dem Papst seine Sorge über den Synodalen Weg geäußert. Anlass war der öffentliche Brief, den er unlängst an Georg Bätzing, den Vorsitzenden der Deutschen Bischofskonferenz, geschickt hatte und der für einiges Aufsehen sorgte. Hauptthema des Gesprächs war jedoch der Krieg zwischen der Ukraine und Russland sowie der Flüchtlingsstrom aus der Ukraine nach Polen und die damit verbundenen Herausforderungen an die polnische Kirche.  DT/dsc

 

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