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„Bischof Oster ist die eigentliche Hoffnung für die Kirche“

Der Publizist Bernhard Meuser spricht im Interview mit der „Tagespost“ über die Weltsynode und die Zukunft der Kirche in Deutschland.
Laut Meuser ein Mensch, wie ihn die Kirche braucht: Der Passauer Bischof Stefan Oster.
Foto: Alessandra Tarantino (AP) | Laut Meuser ein Mensch, wie ihn die Kirche braucht: Der Passauer Bischof Stefan Oster.

Dass Franziskus klammheimlich die apostolische Verfassung der Kirche abschaffe, hält Publizist und „YouCat“-Gründer Bernhard Meuser für Unsinn. Synodalität sei ein uraltes Moment der Kirche: „Bischöfe können niemals in autoritärer Isolation durchregieren“, so Meuser. Vielmehr gehe es Franziskus um eine gemeinsame missionarische Dynamik. „Eine richtig verstandene Synodalität modifiziert nicht die Verfassung der Kirche, sondern belebt und erfrischt sie durch einen neuen Lifestyle.“ Die Initiative „Neuer Anfang“, zu der Meuser als Gründer ebenfalls angehört, sehe in der Weltsynode eine „einmalige Chance“, die Grundintention des Zweiten Vatikanischen Konzils zu verwirklichen: Echte Teilhabe aller Gläubigen an der Sendung der Kirche und ein Neuaufbruch der katholischen Kirche durch eine missionarische Dynamik in allen Gliedern des Volkes Gottes.

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Es braucht Menschen, die sich klar positionieren, aber dialogbereit sind

Zur Berufung von Bischof Oster in die Weltsynode sagte Meuser, dass Oster „die eigentliche Hoffnung für die Kirche“ sei. Theologisch und philosophisch könne dem Passauer Bischof kaum jemand das Wasser reichen. „Seine Position ist klar, zugleich ist er bis zur Grenze der Selbstverleugnung dialogbereit“, so Meuser. Es brauche Leute von seinem Format, damit sich die Kirche nicht zentrifugal im Nichts verliere.

„Kein Papst möchte ein zweiter Leo X. sein und ein Schisma in seiner Biografie haben.“

Beim „Synodalen Weg“ in Deutschland sei es im Gegensatz zum Ziel der Weltsynode um die „Teilhabe an einer säkularisierten Funktionärskirche an kirchlicher Macht“ gegangen, so Meuser. „Für den Traum einer neuen Kirche nach Art einer Räterepublik pulverisierte man alle ihre vier Wesenselemente der Kirche: ihre Einheit, ihre Heiligkeit, ihre Katholizität und ihre Apostolizität.“ Dass der Papst nicht die Notbremse gezogen habe, liege laut Meuser daran, dass kein Papst ein Schisma in seiner Biografie haben wolle. Den Ansatz Franziskus‘, „Kirchenführer, die sich auf dem Holzweg befinden, so lange in die falsche Richtung laufen zu lassen, bis sie endgültig vor der Wand stehen“, könne man aber durchaus infrage stellen. DT/sdu

Das vollständige Interview mit Bernhard Meuser ist in der kommenden Ausgabe der „Tagespost“ zu lesen.

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