Vierzehnheiligen

Bätzing drängt Papst Franziskus: Köln rasch entscheiden

Bischöfe treffen sich in Vierzehnheiligen. Ukrainekrieg und Synodaler Weg sind die dominanten Themen. Papst soll Köln schnell entscheiden.
Georg Bätzing spricht bei der Eröffnungspressekonferenz der Frühjahrs-Vollversammlung der deutschen Bischofskonferenz
Foto: Nicolas Armer (dpa) | Der Vorsitzende der Deutschen Bischofskonferenz, Georg Bätzing, spricht bei der Eröffnungspressekonferenz der Frühjahrs-Vollversammlung der deutschen Bischofskonferenz.

Der Vorsitzende der Deutschen Bischofskonferenz (DBK), der Limburger Bischof Georg Bätzing, hat Papst Franziskus gedrängt, rasch über das Rücktrittsgesuch des Kölner Kardinals Rainer Maria Woelki zu entscheiden. In einer Pressekonferenz zum Auftakt der DBK-Frühjahrsvollversammlung in Vierzehnheiligen hob Bätzing auf die gespannte Situation im Erzbistum Köln ab. „Der Papst und Kardinal Ouellet tragen nun Verantwortung“ erklärte Bätzing in Anspielung auf das Rücktrittsgesuch und fügte hinzu: „Lange zusehen kann man nicht“. Am Aschermittwoch hatte Woelki hat nach viermonatiger Auszeit seinen Dienst wieder angetreten und in einem Hirtenwort an die Gläubigen des Erzbistum bekannt gegeben, dass er dem Papst seinen Rücktritt angeboten habe.

In Vierzehnheiligen im Erzbistum Bamberg hat am Montagnachmittag die Frühjahrsvollversammlung der deutschen Bischöfe begonnen. Auf der Tagesordnung stehen in den nächsten Tagen außer dem Krieg in der Ukraine und dem Synodalen Weg ein Wort der deutschen Bischöfe zur Seelsorge, das am morgigen Dienstag in einer Pressekonferenz vorgestellt werden soll. Teilnehmen wird an der Versammlung auch der Apostolische Exarch für die katholischen Ukrainer des byzantinischen Ritus, Bischof Bohdan Dzyurakh. Ferner wird der Friedensforscher Heinz-Günther Stobbe teilnehmen.

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Völkerrechtswidriger Überfall

In seinem Statement zur Auftaktpressekonferenz wies der DBK-Vorsitzende darauf hin, dass das Treffen der Bischöfe sehr stark unter Einfluss des Krieges in der Ukraine stehe. Dort werde versucht, eine legitime Regierung zu entmachten, Menschen würden aus ihrer angestammten Heimat vertrieben. Den Überfall nannte der Bischof "völkerrechtswidrig" und stellte fest, dass die Welt dies nicht einfach auf sich beruhen lassen könne. Am Mittwoch findet eine eigene Pressekonferenz zur Lage in der Ukraine statt. Der Eröffnungsgottesdienst wird in der Intention des Gebets für den Frieden in der Ukraine gefeiert.

Zwei Tage Synodaler Weg

Sehr viel Raum, nämlich zwei volle Tage, werde die Beschäftigung mit dem Synodalen Weg einnehmen. Sowohl die Präsidien der Synodalforen als auch der Vizepräsident des ZdK werden an diesen Beratungen teilnehmen. Man müsse auch in diesen Zusammenhängen Synodalität einüben, rechtfertigte Bätzing die Teilnahme der Laien an der Versammlung der Bischöfe. Erneut betonte Bätzing, dass Beschlüsse des Synodalen Wegs schon sukzessive umgesetzt werden könnten. Es müsse nicht bis zum Ende gewartet werden. Für die Grundordnung nannte der Bischof einen möglichen Zeitplan, so dass diese bereits im Juni dem ständigen Rat in erster Lesung vorgelegt werden könne. Der DBK-Vorsitzende ging auch auf die Situation in Köln ein: Diese sei noch schwierig.  DT/reg/pwi

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