Rudolf Voderholzer: Vorstellung und Meinungen

Bischof Rudolf Voderholzer wurde 1959 geboren und ist gebürtiger Münchner. Er wurde 1987 in Freising von Kardinal Friedrich Wetter zum Priester geweiht und promovierte im Fach Dogmatik bei Gerhard Ludwig Müller. Seit 2012 ist er Bischof von Regensburg.

Bischof Rudolf Voderholzer in seiner Predigt zum Jahresabschluss
Bischof Rudolf Voderholzer in seiner Predigt zum Jahresabschluss. Foto: Bistum Regensburg / Julia Wächter.

Bischof Rudolf Voderholzer wurde 1959 geboren und ist gebürtiger Münchner. Er wurde 1987 in Freising von Kardinal Friedrich Wetter zum Priester geweiht und promovierte im Fach Dogmatik bei Gerhard Ludwig Müller. Seit 2012 ist er Bischof von Regensburg.

Bischof Rudolf Voderholzer über den Islam

Den Islam bezeichnete der Regensburger Bischof in seinem theologischen Wesen als „Widerspruch zum Christentum“. Dieser Widerspruch ermögliche kulturell allenfalls ein Nebeneinander der beiden Religionen.

Voderholzer verwies auch auf den im Jahr 2014 verstorbenen Nahost-Experten Peter Scholl-Latour, als er betonte, dass eine Bedrohung von Außen nicht die größte Furcht des Westens sein dürfe, sondern die eigene Glaubensschwäche und die eigene Unlust an der Zukunft. Diese drücke sich auch aus in einer „Unlust an Nachkommenschaft“. Von vielen Menschen in den anderen Kontinenten, so Bischof Voderholzer, könne dies nur als Einladung verstanden werden, „zu uns zu kommen und die Lücken zu schließen“.

Verständnis für Angst vor „Islamisierung“ Europas

Voderholzer zeigt Verständnis dafür, dass manche Menschen Angst vor einer „Islamisierung“ Europas haben. So äußerte sich Voderholzer bei der 59. Gelöbniswallfahrt der Donauschwaben am Sonntag im bayerischen Wallfahrtsort Altötting:

"Viele sehen heute die Gefahr einer drohenden Islamisierung Mitteleuropas, nicht durch kriegerische Eroberung und Besatzung, sondern durch Asylgewährung und Fruchtbarkeit. Sie wissen wahrscheinlich, dass ich diese Befürchtungen nicht für ganz unberechtigt oder gar für krankhafte Hirngespinste halte"

Die Verteidigung des Zölibats

Ebenso eindeutig wie die Haltung zum Islam, ist die Überzeugung von Rudolf hinsichtlich des Zölibats.Er hat sich für die Beibehaltung des priesterlichen Zölibats ausgesprochen. Er wandte sich gegen Spekulationen über Änderungen dieser kirchlichen Praxis und schrieb: „Wir brauchen Klarheit in dieser die ganzen Kirche betreffenden Frage“

Dies führe nur zur Verunsicherung bei möglichen Kandidaten. Der Text wurde am Samstag und Sonntag in den Vorabendmessen und in den Sonntagsgottesdiensten des Bistums Regensburg verlesen. Als tiefsten Grund für die Ehelosigkeit des Priesters nannte der Bischof das Beispiel Jesu.

Nicht erst heute sei diese Lebensform anstößig, so Bischof Voderholzer. Er verwies auf das Judentum zur Zeit Jesu, das im Eheverzicht einen Verstoß gegen Gottes Gebot gesehen habe. Aus seiner Sicht geht es um ein ganzheitliches Zeugnis für das Evangelium:

„Die Ehelosigkeit Jesu ist also ein Leib und Seele umfassendes Zeugnis des ganzen Menschen.“

Sie bringe die Größe des Himmelreichs zum Ausdruck, für das jemand auf eheliche Liebe und eigene Kinder verzichte. Die Ehelosigkeit um des Himmelreiches werte die Ehe jedoch nicht ab. „Kein Mann ist für den Priesterberuf geeignet, der die Ehe verachtet oder geringschätzt“.

Video: Fünf Jahre Bischof Voderholzer

Veröffentlichte Bücher und Schriften: https://www.bistum-regensburg.de/bischof-dr-rudolf-voderholzer/veroeffentlichungen/

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