Köln

Woelki rechnet mit Gegenwind bei Kölner Strukturreform

Bei den vielen unterschiedlichen Erwartungen werde es nicht nur Beifall geben, so der Kölner Erzbischof. Wenn man „die Zukunft gewinnen“ wolle, seien aber auch folgenschwere Entscheidungen notwendig.

Der Kölner Kardinal Rainer Maria Woelki
Dass der Pastorale Zukunftsweg „kein leichter Spaziergang“ werden würde, sei aber bereits am Anfang klar gewesen, so der Kölner Kardinal. Foto: Guido Schiefer via www.imago-images.de (www.imago-images.de)

Der Kölner Kardinal Rainer Maria Woelki stellt sich darauf ein, die Pfarrgemeindereform im Kölner Erzbistum, den „Pastoralen Zukunftsweg“, nicht ohne Widerspruch zu Ende bringe zu können. Bevor nach den letzten Beratungen in den Gremien und den Rückmeldungen aus 170 Seelsorgebereichen die notwendigen Entscheidungen getroffen werden müssten, sei ihm bewusst: „Ganz gleich, wie ich mich auch aufstelle – bei den vielen unterschiedlichen Erwartungen wird es nicht nur Beifall geben“, erklärte der Kölner Erbischof in einem Videobeitrag auf dem Portal „domradio.de“.

Pastoraler Zukunftsweg „kein leichter Spaziergang“

Dies gilt besonders jetzt am Ende, „wo eben auch folgenschwere Entscheidungen notwendig sein werden, wenn wir bei uns im Erzbistum die Zukunft wirklich gewinnen wollen“. Dass der Pastorale Zukunftsweg „kein leichter Spaziergang“ werden würde, sei aber bereits am Anfang klar gewesen.

Während er in den vergangenen Jahren viel Rat und auch unterstützende Tat erfahren habe, so Woelki weiter, vertraue er auf der Zielgeraden ohne Wenn und Aber Christus als letztem Ratgeber: „Ich bin mir sicher – er war und er ist für uns auf unserem ganzen pastoralen Zukunftsweg der verlässliche Wegweiser und der Mut machende Wegbereiter.“ 

Die im Erzbistum Köln geplante Strukturreform sieht vor, die Zahl der Pfarreien bis 2030 auf 50 bis 60 zu reduzieren. Die 180 Seelsorgebereiche und rund 500 Pfarreien zu Großpfarreien zusammengeführt werden. Die Pfarreileitung soll gemäß der jüngsten Instruktion der Kleruskongregation allein dem Pfarrer zukommen, wobei ehrenamtliche Laien in der Moderation als „Teams von Verantwortlichen“ für das kirchliche Leben in den Gemeinden eine größere Verantwortung erhalten sollen.  DT/mlu

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