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Markus Christoph: Der Ausgang innerkirchlicher Spannungen ist ungewiss

Verwirrung, Spannung, Spaltungstendenzen: Der Moraltheologe analysiert die Folgen und Symptome des Synodalen Wegs.
Synodaler Weg adé: Markus Christoph prognostiziert einen ungewissen Ausgang für die innerkirchlichen Unruhen nach dem Synodalen Weg.
Foto: Sebastian Gollnow (dpa) | Synodaler Weg adé: Markus Christoph prognostiziert einen ungewissen Ausgang für die innerkirchlichen Unruhen nach dem Synodalen Weg.

Der Synodale Weg ist offiziell zu Ende. Doch dass die Verkündigung des Evangeliums treuer, gewandter oder transparenter geworden ist, bezweifelt Moraltheologe Markus Christoph in der kommenden und finalen Ausgabe der „Welt & Kirche“-Beilage der "Tagespost" zum Synodalen Weg. „In den vergangenen Jahren haben sich innerkirchliche Spannungen verschärft, Spaltungstendenzen beschleunigt, Verwirrungen vervielfältigt“, so Christoph, egal, ob in Pastoral und Liturgie, in Lehre und Verkündigung oder beim Profil kirchlicher Mitarbeiter. Der Ausgang dieser Situation sei ungewiss.

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Was hier gefördert wird, ist dort verboten

In Pastoral und Liturgie herrschen laut Christoph oft „chaotische Verhältnisse“. So forderte der Synodale Weg die Laienpredigt und -taufe. Beides ist jedoch außer in Notfällen vom Kirchenrecht untersagt, betont Christoph. Trotzdem sei in den Bistümern Essen und Rottenburg-Stuttgart seit Ende 2022 die Laientaufe eingeführt worden. Eine Korrektur aus Rom durch Kardinal Roche, Präfekt des Dikasteriums für den Gottesdienst, sei in Deutschland auf Unverständnis gestoßen. Christoph weist darauf hin, dass dies dazu führe, dass in der einen Diözese Laienpredigt, Laientaufe und auch liturgische Segensfeier für Homosexuelle gefördert, im Nachbarbistum aber verboten sei.

Mit einem Zitat des Passauer Bischofs Stefan Oster konstatiert Christoph eine Spaltung der deutschen Bischöfe. „Die Tragödie ist aus meiner Sicht, dass wir deutschen Bischöfe uns in entscheidenden Fragen der Anthropologie und der Ekklesiologie so wenig einig sind“, so der Passauer Bischof. Diese „bischöfliche Meinungsvielfalt“ habe im Herbst 2023 zu einer erneuten römischen Intervention geführt, allerdings ohne, dass das „römische Stoppschild“ zum Umdenken geführt habe. DT/sdu

Lesen Sie die vollständige Analyse mit Einordnungen der Kontroversen um das kirchliche Arbeitsrecht und „Fiducia supplicans“ in der kommenden und finalen Beilage „Welt & Kirche“.

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