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US-Katholiken und Lebensschützer loben Juristin Coney Barrett

Am Wochenende präsentierte US-Präsident Trump die katholische Juristin Coney Barrett als Kandidatin für das Oberste Gericht. Konservative Katholiken und Lebensschützer sind sich einig, dass Trump die richtige Entscheidung getroffen habe. Eine Gruppe äußert sich aber kritisch.
Trump nominiert Barrett für Supreme Court
Foto: Alex Brandon (AP) | Trump nannte Coney Barrett eine „Frau mit unvergleichlichen Leistungen, überragendem Intellekt, herausragenden Qualifikationen und einer eisernen Treue zur Verfassung“.

Prominente US-Katholiken und Lebensschützer haben mit Wohlwollen auf die Entscheidung von US-Präsident Donald Trump reagiert, die konservative katholische Juristin Amy Coney Barrett als Kandidatin für den Obersten Gerichtshof zu nominieren. Der katholische Bischof Thomas Tobin von Providence im Bundesstaat Rhode Island begrüßte die Personalie Barrett über den Kurzmitteilungsdienst „Twitter“ und sprach von „herausfordernden Tagen“, die vor ihr lägen. John Garvey, Präsident der Catholic University of America und Experte für US-Verfassungsrecht, betonte in einem Beitrag für die „Washington Post“, Barrett sei seine beste Schülerin gewesen. Unmittelbar nach dem Abschluss ihres Jurastudiums habe er sie bereits für den „Supreme Court“ empfohlen.

Trump löst sein Versprechen ein

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Zufrieden zeigte sich auch der prominente katholische Rechtswissenschaftler Robert George – und beklagte gleichzeitig „antikatholische Ressentiments“ in den kritischen Äußerungen zur Person Barretts: Er erteile Coney Barretts Gegnern den Rat, sie nicht aufgrund ihres Glaubens anzugreifen. „Er ist nicht ihre Achillesferse, sondern eure.“

Unter US-Lebensschützern äußerte sich Tony Perkins, Präsident der Lobbygruppe „Family Research Council“, besonders positiv zur Nominierung Coney Barretts: Präsident Trump beweise abermals, dass er sein Versprechen einlöse, konservative Richter zu ernennen. Coney Barrett sei eine „Kandidatin mit herausragender Qualifikation, die sich der Verfassung verpflichtet fühlt und die Rolle eines Richters nicht so auffasst, als müsse man von der Richterbank Gesetze verabschieden“, so Perkins in einer Stellungnahme.   

Auch der Vorsitzende der „Priests for Life“, Pater Frank Pavone, lobte die Entscheidung für Amy Coney Barrett und betonte, dass Trump seine Versprechen einlöse, Pro-Life-Richter zu ernennen. Er sei überzeugt davon, so Pavone in einer Erklärung, dass die Republikaner Coney Barrett zügig im Senat bestätigen werden. Marjorie Dannenfelser, Vorsitzende der Pro-Life-Lobbygruppe „Susan B. Anthony List“, hatte Coney Barrett bereits unmittelbar vor der Bekanntgabe ihrer Nominierung als „brillante Juristin“ bezeichnet.

Trump: "Brillante und begabte Juristin"

Mit Ablehnung reagierten Vertreter des den Demokraten nahestehenden progressiven katholischen Lagers. Das Netzwerk „Lobby for Catholic Social Justice“ kritisierte bereits vor Coney Barretts Nominierung, die 48-Jährige habe in ihrer Zeit am 7. Bundesberufungsgericht gezeigt, dass sie nicht jedes Leben für heilig halte. Die Vorsitzende, Schwester Simone Campbell, führte als Beispiele an, Coney Barrett habe die Diskriminierung von älteren Menschen am Arbeitsplatz mit ihren Urteilen aufrechterhalten und sei gegen den von Barack Obama verabschiedeten „Affordable Care Act“ vorgegangen.

Der republikanische Amtsinhaber Donald Trump hatte die siebenfache Mutter Coney Barrett am Samstag bei einer Pressekonferenz im Rosengarten des Weißen Hauses als Nachfolgerin der verstorbenen linksliberalen Richterin Ruth Bader Ginsburg nominiert. Coney Barrett nannte er „eine der brillantesten und begabtesten“ Juristinnen des Landes, eine „Frau mit unvergleichlichen Leistungen, überragendem Intellekt, herausragenden Qualifikationen und einer eisernen Treue zur Verfassung“.  DT/mlu

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