Logo Johann Wilhelm Naumann Stiftung EUROPA

Ursula von der Leyen bleibt Kommissionspräsidentin

Scharfe Kritik an der CDU-Politikerin kam von den politischen Rändern, von Kommunisten und Nationalisten.
Ursula von der Leyen bleibt Präsidentin der EU-Kommission
Foto: Philippe STIRNWEISS/ EP | Ursula von der Leyen bleibt Präsidentin der EU-Kommission. Im Europäischen Parlament stimmten 401 Europaabgeordnete für eine zweite Amtszeit der CDU-Politikerin.

Ursula von der Leyen bleibt Präsidentin der EU-Kommission. Im Europäischen Parlament stimmten 401 Europaabgeordnete am Dienstagnachmittag in Straßburg für eine zweite Amtszeit der 65-jährigen Deutschen; 284 stimmten gegen sie. Erforderlich war rechtlich eine absolute Mehrheit von 361 der 720 Europaabgeordneten.

Lesen Sie auch:

Für Von der Leyen hatten die christdemokratische EVP-Fraktion, aber auch Teile der Sozialdemokraten, der Liberalen und der Grünen geworben. Gegen sie sprachen sich die von Viktor Orbán gegründeten „Patrioten für Europa“, die Fraktion „Europa der Souveränen Nationen“, der auch die AfD-Europaabgeordneten angehören, und die kommunistische Fraktion „The Left“ aus. Die konservative EKR stimmte nicht einheitlich.

Bedrohte Demokratie

Ursula von der Leyen sprach in einem ersten Statement nach ihrer Wahl vor Medienvertretern von einem „ganz besonderen und auch emotionalen Moment“. Nun werde sie alle Regierungen der EU-Mitgliedstaaten dazu einladen, ihr jeweils einen Kandidaten und eine Kandidatin für die EU-Kommission zu benennen.

Im Europäischen Parlament wolle sie mit den Fraktionen zusammenarbeiten, die für Europa, für Rechtsstaatlichkeit und für die Unterstützung der Ukraine eintreten, sagte Von der Leyen auf Fragen von Journalisten. Die europäische Demokratie sei von außen und innen bedroht, deshalb müssten alle demokratischen Kräfte zusammenstehen. Gleichzeitig müsse die EU ihre Abhängigkeiten von anderen reduzieren, so die wiedergewählte Präsidentin der EU-Kommission auf die Frage eines Journalisten, wie sie mit einer Trump-Administration in Washington umgehen wolle. DT/sba

Die Printausgabe der Tagespost vervollständigt aktuelle Nachrichten auf die-tagespost.de mit Hintergründen und Analysen.

Themen & Autoren
Meldung CDU Europäische Kommission Ursula von der Leyen Viktor Orbán

Weitere Artikel

Orbáns Verdienste bei Migration, Sicherheit und Familie reichen nicht aus. Die schlechte Wirtschaft, Russlandnähe und Korruptionsvorwürfe bringen Magyar ins Amt.
13.04.2026, 11 Uhr
Sebastian Ostritsch
Die ungarische Wahl wirft trotz des klaren Ergebnisses mehr Fragen auf, als sie Antworten gibt. Ein Gastbeitrag.
15.04.2026, 10 Uhr
Birgit Kelle
Donald Trump hat das Vertrauen in die Führungsmacht USA versenkt. Neue Allianzen zeichnen sich ab.
16.09.2026, 11 Uhr
Stephan Baier

Kirche

Das Bischofstreffen in Rom zur Familienpastoral stößt auf wenig Interesse bei den Medien. Grund ist die Art und Weise, wie die Versammlung gelenkt und gesteuert wird.
10.10.2026, 12 Uhr
Guido Horst
Papstjubel und Protestwut: Hunderttausende Franzosen gingen zuletzt aus verschiedenen Gründen auf die Straßen. Eins hat sie dennoch vereint.
09.10.2026, 11 Uhr
Elisabeth Hüffer
Johannes Zehe, früher Geiger und seit 2023 Regens für die Priesterausbildung im Erzbistum, wird an diesem Samstag im Mariendom zum Bischof geweiht.
09.10.2026, 14 Uhr
Dorothea Schmidt
Gott will glückliche Menschen, schreibt Erzbischof Georg Gänswein. Gott lädt zur Hochzeit seines Sohnes ein. Doch die Gäste haben vermeintlich Wichtigeres vor.
10.10.2026, 21 Uhr
Georg Gänswein