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Trotz Hamas-Unterstützung: Scholz empfängt Emir von Katar

Der Empfang des Emirs falle in eine Zeit, in der Katar regelmäßig gegen Juden und Israel hetze, kritisieren Menschenrechtler.
Scheich Tamim bin Hamad bin Khalifa Al Thani
Foto: IMAGO/nordphoto GmbH / Bratic (www.imago-images.de) | Bundeskanzler Olaf Scholz empfängt am 12. Oktober den Emir von Katar, Scheich Tamim bin Hamad bin Khalifa Al Thani, im Bundeskanzleramt.

Die Funktionäre der Terrororganisation Hamas leben im sicheren Exil in Katar, weit weg von Terrorattacken, die sie gesteuert haben. Das katarische Regime steht hinter ihnen – und trotzdem empfängt Bundeskanzler Olaf Scholz am 12. Oktober den Emir von Katar, Scheich Tamim bin Hamad bin Khalifa Al Thani, im Bundeskanzleramt.

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Der Empfang des Emirs fällt in eine Zeit, in der die Propagandamaschinerie dieses Staates, der TV-Sender Al Jazeera, rund um die Uhr auf Arabisch und in anderen Sprachen gegen Juden und Israel hetzt, kritisiert Kamal Sido, Nahostexperte der Gesellschaft für bedrohte Völker (GfbV) in Göttingen. „Die Beteuerungen des Bundeskanzlers, die Sicherheit Israels sei in Deutschland Staatsräson, klingen da wenig überzeugend. Denn Katar unterstützt medial und finanziell den internationalen sunnitischen Islamismus. Weltweit, auch in Deutschland“, betonte Sido. „Wer systematisch Hass und Ressentiments gegen andere Ethnien, Religionen oder Gemeinschaften verbreitet, ist auch bereit, deren Angehörige zu quälen und zu töten.“ 

"Sie verachten Werte wie Demokratie und Menschenrechte"

Scholz und die Außenministerin Annalena Baerbock hätten zwar die menschenverachtenden Angriffe gegen die israelische Zivilbevölkerung verurteilt und zu Recht auch auf das iranische Regime gezeigt. Die höchsten Vertreter der Bundesregierung verschwiegen jedoch, dass die sunnitische Hamas vor allem vom sunnitischen Katar und dem NATO-Partner Türkei unterstützt werde, sagte Sido.

Zudem erläuterte der Nahost-Experte: „In Katar und der Türkei sitzen auch die Köpfe des internationalen sunnitischen Netzwerks der Muslimbrüder, in dem die Hamas eine zentrale Rolle spielt. Dieses Netzwerk hetzt auch in Deutschland gegen Juden, Kurden, Christen und Yeziden. Sie verachten Werte wie Demokratie und Menschenrechte, Gleichberechtigung und Religionsfreiheit.“ Die Zeit sei reif für einen Kurswechsel der Bundesregierung im Umgang mit Katar und dem Islamismus insgesamt.  DT/chp

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