WIEN/STRASSBURG

Russland soll Zerstörung von Kirchen stoppen

OSZE und Europarat sehen in den gezielten Angriffen auf Gotteshäuser weitere Verbrechen gegen die Menschlichkeit.
Ukraine-Krieg - Makariw
Foto: Petros Giannakouris (AP) | Die OSZE und der Europarat verurteilten Angriffe auf Gotteshäuser. Im Bild: Eine Frau betritt eine beschädigte Kirche, die in den vergangenen Wochen von den Russen angegriffen wurde.

Russland muss seine gezielte Aggression und Zerstörung religiöser Stätten, Kirchen und anderer Gotteshäuser stoppen. Das fordern in einer gemeinsamen Erklärung die Sonderbeauftragten der Vorsitzenden der OSZE und des Europarates. Wörtlich heißt es in der Erklärung: „Wir sind entsetzt über die Zerstörung religiöser Stätten und Gotteshäuser: Kirchen, Synagogen und Moscheen. Sie sind für die vielfältigen Religionsgemeinschaften des Landes lebenswichtig, mehr denn je in Krisenzeiten.“

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Traumatisierungen 

Besonders gefährdet sind nach Ansicht der OSZE und des Europarates Kinder, Frauen und ältere Menschen. „Viele Opfer des Krieges leiden unter einem tiefen psychischen Trauma.“ Millionen seien mittlerweile gezwungen, ihre Häuser und ihre Heimat zurückzulassen, um auf der Flucht Schutz und Sicherheit zu suchen. Die Vertreter von OSZE und Europarat fordern Russland auf, „die Zerstörung religiöser Stätten und Kultstätten zu stoppen, die zusammen mit der wahllosen Tötung von Zehntausenden Zivilisten Verbrechen gegen die Menschlichkeit darstellen“.

Mindestens 60 Kirchen und Gotteshäuser unterschiedlicher Religionen sind in der Ukraine durch den russischen Angriff bereits zerstört oder schwer beschädigt worden. Die große Mehrheit davon sind orthodoxe Kirchen. DT/sba

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