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„Renovabis“ appelliert an Patriarch Kyrill

Das katholische Osteuropa-Hilfswerk „Renovabis“ verurteilt den russischen Stopp des Getreide-Abkommens für das Schwarze Meer.
Russland kündigt Getreideabkommen mit Ukraine auf
Foto: Uncredited (United Nations/AP) | Ein UN-Beamter des Gemeinsamen Koordinierungszentrums führt eine Inspektion an Bord des mit Getreide beladenen Massengutfrachters «TQ Samsun» aus Odessa durch, während er im Schwarzen Meer in der Nähe der Einfahrt ...

„Die russische Regierung spielt mit dem Hunger von Millionen Menschen im globalen Süden“, zeigt sich „Renovabis“-Leiter Thomas Schwartz erschüttert. „Nach dem Ende des von den Vereinten Nationen und der Türkei vermittelten ‚Schwarzmeer-Abkommens‘ kann die Welt nicht mehr vom ukrainischen Odessa aus mit Getreide beliefert werden. Damit kalkuliert Russland den Hunger vieler Menschen besonders in Afrika ein.“
Schwartz erinnert daran, dass Christen aller Konfessionen tagtäglich das „Vaterunser“ mit der Bitte „Unser tägliches Brot gib uns heute“ beten.

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Daraus erwachse ein Auftrag für alle Christinnen und Christen, gegen den Hunger in der Welt zu kämpfen. Der „Renovabis“-Chef nimmt nun das Oberhaupt der russischen Orthodoxie in die Pflicht: „Deswegen fordere ich Patriarch Kyrill auf, seinen Einfluss bei der russischen Regierung geltend zu machen und sich für die Fortsetzung des Getreideabkommens einzusetzen.“

Erpressung und Kriegsverbrechen

Gerade in den Ländern des globalen Südens, die auf Weizen und Sonnenblumenöl aus der Ukraine angewiesen sind, erweise sich „Hunger nun wohl als eine der tödlichsten Kriegswaffen, ganz davon zu schweigen, dass die ukrainischen Bauern auf ihren Lebensmitteln sitzen bleiben und die neue Ernte nicht eingelagert werden kann“, so der Hauptgeschäftsführer der Osteuropa-Solidaritätsaktion der deutschen Katholiken. Lebensbedrohend sei das für Afrika, weil dort Millionen Menschen auf Lebensmittellieferungen aus der Ukraine angewiesen seien. Auch in einigen europäischen Ländern zeigten sich gravierende Folgen.

„Eine solche, gegen die Zivilbevölkerung in vielen Ländern der Welt gerichtete Kriegsstrategie verstößt gegen jede Moral“, macht Schwartz deutlich, der in diesem Zusammenhang von Kriegsverbrechen spricht. „Wenn Russland seinen der Ukraine aufgezwungenen Krieg nun weiten Teilen der Welt aufzwingt, indem es versucht, die Bevölkerungen ganzer Länder auszuhungern, dann ist das eine erpresserische Bedrohung.“ Diese Situation, in der viele Millionen Menschen in Geiselhaft genommen werden, müsse jetzt auch durch den Einfluss des Patriarchen der russisch-orthodoxen Kirche überwunden werden, betont Schwartz.  DT

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