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Ein neuer Eiserner Vorhang

Die Russisch-Orthodoxe Kirche hat im Ukrainekrieg Partei für den Kreml ergriffen und so den Anspruch auf geistliche Autorität untergraben. Patriarch Kyrill ruft zum Sieg über den Westen auf. Sein Glaubensbekenntnis ist die Loyalität zum autoritären Staat.
Präsident Wladimir Putin und der Patriarch von Moskau, Kyrill I.
Foto: Oleg Varov | Partner im Kampf für die Wiederaufrichtung eines russischen Imperiums: Präsident Wladimir Putin und der Patriarch von Moskau, Kyrill I.

Es ist kein Geheimnis, dass die Russisch-Orthodoxe Kirche (ROK) im Ukrainekrieg bewusst und konsequent Partei für den russischen Aggressor ergriffen hat, obwohl sie vor dem Krieg betonte, dass ihre Mitglieder nicht nur in der Russischen Föderation, sondern auch in der Ukraine, in Belarus und anderen früheren Sowjetrepubliken leben. Man hätte also erwarten dürfen, dass die Kirche eine friedensstiftende Haltung einnimmt, und das sagte Patriarch Kyrill auch in seiner Erklärung vom 24. Februar 2022, dem ersten Tag der Invasion. Doch schon bald hat sich nicht nur seine Rhetorik radikal geändert.

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