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Politikwissenschaftler: Europa ist nicht auf zweite Amtszeit Trumps vorbereitet

Im Gespräch mit der „Tagespost“ skizziert der Regensburger Politologe Stephan Bierling, wie sich die außenpolitischen Ansätze von Trump und Harris unterscheiden.
Donald Trump und sein außenpolitischer Ansatz
Foto: IMAGO/Robin Rayne (www.imago-images.de) | Über Trump sagt Bierling: „Er ist insgesamt nicht freundlicher geworden, gerade gegenüber den Europäern, sondern er hat sich immer mehr radikalisiert."

Nach Ansicht des Regensburger Politikwissenschaftlers Stephan Bierling ist Europa nicht auf eine mögliche zweite Amtszeit Donald Trumps vorbereitet. „Wir sind sogar schlechter vorbereitet als vor acht Jahren, weil die Umstände noch so viel dramatischer sind, angesichts des großen russischen Vernichtungskriegs gegen die Ukraine“, erklärt Bierling im Gespräch mit der „Tagespost“.

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Darin skizziert der Professor für Internationale Politik und transatlantische Beziehungen an der Universität Regensburg zwei Wochen vor der US-Präsidentschaftswahl die außenpolitischen Ansätze der beiden Kandidaten, Kamala Harris und Donald Trump – und legt dar, warum der Republikaner für das transatlantische Verhältnis eine „dramatische Belastungsprobe“ darstellen würde, sollte er abermals ins Weiße Haus einziehen.

Bierling: Trump hat sich immer mehr radikalisiert

Über Trump sagt Bierling: „Er ist insgesamt nicht freundlicher geworden, gerade gegenüber den Europäern, sondern er hat sich immer mehr radikalisiert. Während seiner Amtszeit, in den Jahren danach und insbesondere im Wahlkampf.“ Doch wäre die Demokraten Harris die verlässlichere Partnerin? Oder wird die transatlantische Partnerschaft fragiler, egal, wer die Wahl am 5. November gewinnt?

Was hält der Politologe Bierling von Trumps Ankündigungen, den Krieg in der Ukraine innerhalb eines Tages zu beenden, sobald er im Amt sei? Wie schätzt er die Politik des Republikaners gegenüber Israel ein? Nicht nur in der Ukraine und im Nahen Osten, sondern auch zwischen China und Taiwan herrscht akutes Eskalationspotenzial. Wie würden die beiden Kandidaten im Ernstfall agieren, sollte China einen Einfall in Taiwan planen?

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Die Antworten auf diese und weitere Fragen erfahren Sie im großen außenpolitischen Interview zum US-Wahlkampf in der kommenden Ausgabe der „Tagespost“.

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