Logo Johann Wilhelm Naumann Stiftung Israel

Netanjahu verteidigt harten Gaza-Kurs

Israel blockiert keine Lebensmittellieferungen für Menschen in Not. Neue Hilfslieferung des Malteserordens erreicht die Menschen in Gaza.
Hilfslieferungen
Foto: imago stock&people (imago stock&people) | Hilfslieferungen für notleidende Menschen im Gazastreifen werden jetzt auch von den Maltesern geliefert. Im Bild: Kontrolle von Hilfegüterlieferung an Gaza am Grenzübergang Kerem Shalom.

Israels Ministerpräsident Benjamin Netanjahu hat den Gaza-Krieg als Kampf zwischen Barbarei und Zivilisation bezeichnet. Er sagte in einer Rede vor beiden Kammern des US-Kongresses in Washington, Verantwortung für die Not der Menschen im Gazastreifen wies er zurück.

Lesen Sie auch:

Israel blockiere keine Lebensmittellieferungen in den Gazastreifen. Es sei die Terrororganisation Hamas, die das Essen stehle. Netanjahu hatte bei seiner Rede entgegen den Hoffnungen von Angehörigen der 120 noch im Gazastreifen verbliebenen Geiseln keine Vereinbarung über eine Waffenruhe im Gegenzug für die Freilassung der Geiseln angekündigt. 

Hilfe für Menschen in Not

Unterdessen  hat nach Zeichnung der Kooperationsvereinbarung zwischen dem Lateinischen Patriarchat von Jerusalem und dem Malteserorden  eine neue Hilfslieferung die palästinensische Bevölkerung im Norden Gazas erreicht. Die lebensnotwendigen Hilfsgüter wurden an die Partnergemeinde in Gaza übergeben und würden in den folgenden Tagen an Menschen in Not verteilt, erklärte Thomas Weiss, Leiter der Nahostabteilung bei Malteser International, dem internationalen Hilfswerk des Malteserordens.

Die Situation der Bevölkerung in Gaza sei kaum in Worte zu fassen. „Im Umfeld unserer Partnergemeinde gibt es kein intaktes Gebäude mehr, im gesamten Gazastreifen zeichnet sich ein Bild der Verwüstung und massiver Zerstörung ab“, sagte Weiss. Der Zugang zu lebensnotwendigen Hilfsgütern sei eingeschränkt. DT/chp

Die Printausgabe der Tagespost vervollständigt aktuelle Nachrichten auf die-tagespost.de mit Hintergründen und Analysen.

Themen & Autoren
Meldung Benjamin Netanjahu Gazastreifen Hamas Kongress der Vereinigten Staaten Malteser International Malteserorden

Weitere Artikel

Dem ohne demokratische Legitimation amtierenden Herrscher ist die Kontrolle über den Gazastreifen längst entglitten. Auch im Westjordanland hat er kaum noch Macht.
19.11.2025, 21 Uhr
Stephan Baier
Die Geiseln sind frei, es herrscht Waffenstillstand in Gaza. Nun beginnt die „zweite Phase“ von Donald Trumps 20-Punkte-Plan. Sie könnte scheitern, noch ehe sie so richtig begonnen hat.
17.10.2025, 07 Uhr
Richard C. Schneider
Donald Trumps 20-Punkte-Plan könnte ein erster Schritt aus der nahöstlichen Sackgasse sein. Doch auf palästinensischer Seite herrscht Skepsis.
02.10.2025, 15 Uhr
Richard C. Schneider

Kirche

Nur eine geeinte Kirche kann ein „Licht“ für die Völker sein. Auf der Suche nach der verlorenen Einheit hat der Papst mit den Kardinälen angefangen. Und vor den Diplomaten spricht er Tacheles.
09.01.2026, 11 Uhr
Guido Horst
Bei der letzten Sitzung der Synodalversammlung in Stuttgart geht es um Bilanz, Reformperspektiven und den Übergang zur Synodalkonferenz. Ob Rom dem Gremium zustimmen wird, ist weiterhin offen.
09.01.2026, 14 Uhr
Meldung
Die Kardinalsversammlung in Rom ist ohne Ergebnisse oder neue Ideen zu Ende gegangen. Dem Papst ging es darum, das Band der Einheit zu stärken. Aber viele fehlten.
09.01.2026, 10 Uhr
Guido Horst
Mirko Cavar, früher Freikirchler, heute Katholik, lobt die Ökumene bei der MEHR-Konferenz. Er meint, die einzelnen Konfessionen könnten viel voneinander lernen.
08.01.2026, 13 Uhr
Elisabeth Hüffer
Der US-Bischof kritisiert den deutschen Sonderweg und plädiert für eine Synodalität, welche auf pastorale Praxis statt dauerhafte Grundsatzdiskussionen setzt.
09.01.2026, 10 Uhr
Meldung