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Mahmud Abbas, der machtlose Präsident

Dem ohne demokratische Legitimation amtierenden Herrscher ist die Kontrolle über den Gazastreifen längst entglitten. Auch im Westjordanland hat er kaum noch Macht.
Mahmud Abbas
Foto: IMAGO/Stevens Tomas/ABACA (www.imago-images.de) | Der 90-jährige Abbas wird die Verwirklichung seines Traums nicht mehr erleben. Ob seine Palästinenser in diesem oder jenem Landesteil noch zu ihm stehen, will er gar nicht mehr wissen.

Noch immer kontrolliert die Hamas die Hälfte des Gazastreifens, und ihre Entwaffnung hat noch nicht einmal begonnen. Die Terrororganisation warnt davor, dass eine internationale Friedenstruppe dem Gazastreifen „eine internationale Vormundschaft“ aufzwingen werde; sollte diese sich mit Israel abstimmen, werde sie zu einem Instrument, „das der Besatzung dient“. Offenbar ist der Hamas der klägliche Rest eigener Macht wichtiger als ein kleiner Schritt in Richtung einer palästinensischen Staatlichkeit. Diese sollte eigentlich er repräsentieren: der Präsident der Palästinensischen Autonomiebehörde, Mahmud Abbas, der vor wenigen Tagen seinen 90. Geburtstag feierte.

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