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Moskauer Patriarchat als „Propagandisten in Roben“

Ukrainischer Militärgeheimdienst droht russisch-orthodoxen Bischöfen mit strafrechtlicher Verfolgung.
Moskauer Patriarch Kyrill mit bürgerlichen Namen „Gundyaev Wladimir Michailowitsch“
Foto: IMAGO/Pavel Bednyakov (www.imago-images.de) | An der Spitze der Liste russisch-orthodoxer Führungsleute, die mit russischen Propagandisten zusammenarbeiten sollen, steht der Moskauer Patriarch Kyrill sowie mehr als 240 weitere russische Bischöfe und Metropoliten.

Der ukrainische Militärgeheimdienst wirft der Moskauer Führung der russisch-orthodoxen Kirche vor, die russische Aggression und den Völkermord am ukrainischen Volk zu rechtfertigen und ihre Gläubigen aufzurufen, sich den Reihen der russischen Besatzungstruppen anzuschließen. Wörtlich heißt es in der Stellungnahme des Nachrichtendienstes des Verteidigungsministeriums der Ukraine: „Propagandisten in Roben predigen auf Geheiß des Kreml die Doktrin der ‚russischen Welt‘ (russki mir), die nicht der orthodoxen Lehre entspricht.“

Sie sollen Vertrag für Kriegseinsatz unterzeichnen

Der Militärgeheimdienst will von Anweisungen wissen, in denen Eltern und Verwandte junger Russen angestachelt würden, diese zur Unterzeichnung eines Vertrags für einen Kriegseinsatz zu motivieren. In diesem Kontext veröffentlicht der Geheimdienst eine Liste von Führungsleuten der russisch-orthodoxen Kirche, die – wie es in dem Dokument wörtlich heißt – „mit russischen Propagandisten und Besatzungseinheiten für Informations- und psychologische Operationen zusammenarbeiten“.

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An der Spitze dieser Liste steht der Moskauer Patriarch Kyrill, der hier mit seinem bürgerlichen Namen „Gundyaev Wladimir Michailowitsch“ angeführt ist, sowie mehr als 240 weitere russische Bischöfe und Metropoliten. In diesem Zusammenhang erinnert der Militärgeheimdienst der Ukraine daran, „dass alle Kriminellen wegen Verbrechen gegen die territoriale Integrität und die Bevölkerung der Ukraine strafrechtlich verfolgt werden“.

Kein Kirchenverbot während des Krieges

Ukrainischen Medienberichten zufolge hat der Präsident des ukrainischen Parlaments, Ruslan Stefanchuk, zwei Gesetzesentwürfe, die auf ein Verbot der „Ukrainisch-Orthodoxen Kirche des Moskauer Patriarchats“ (UOK-MP) zielen, kritisiert. „Während des Krieges haben wir kein Recht, ein Gesetz zu verabschieden, das die ukrainische Gesellschaft spaltet“, sagte er in einem Interview. Man werde sich aber „nach dem Krieg mit allen auseinandersetzen“ und dann auch sehen, „wer sich während des Krieges wie verhalten hat“.

Es gebe „viele Pseudopatrioten, die ihr ganzes Leben damit verbracht haben, zu sagen, wie sehr sie die Ukraine lieben, aber mit den ersten Schüssen aus Kiew ins Ausland oder in ruhigere Städte des Landes geflohen sind“, so Stefanchuk. Der Krieg sei eine Grenzsituation, „die heute allen zeigt, wer wer ist“, sagte der Parlamentspräsident in Kiew.  DT/sba

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