Moskau

Kyrill glaubt an das unbesiegbare Russland

Der Moskauer Patriarch deutet den Krieg als „Verteidigung unseres Vaterlands“ gegen die globalen Machtzentren und betet für Russlands Armee.
Patriarch Kyrill und Wladimir Putin
Foto: Moskauer Patriarchat/Oleg Varov | Wörtlich sagte der Patriarch in seiner Predigt weiter: „Möge der Herr unsere Armee, unsere Behörden und all diejenigen bewahren, von denen die Verteidigung unseres Vaterlandes heute besonders abhängt.“

Die historische und politische „Einheit ganz Russlands“ hat der Moskauer Patriarch Kyrill am Montag in einer Predigt in der Moskauer Mariä-Entschlafungs-Kathedrale beschworen. Diese Kirche sei ein Nationalheiligtum und ein Gedenktempel, „der als Zeichen der Vereinigung aller russischen Länder geschaffen wurde“, so Kyrill, der in der Vergangenheit immer wieder die Einheit von Russen, Belarussen und Ukrainern als „ein Volk“ beschworen hat. „Auch heute braucht unser Volk besonders die innere Einheit“, sagte der Patriarch am Montag in seiner Predigt.

Gebet für Russlands Armee und Behörden

Das Volk müsse sich „heute um das historische Zentrum ganz Russlands, um die Stadt Moskau, versammeln und erkennen, dass unsere Stärke nur in der Einheit liegt“, predigte Kyrill. „Solange wir vereint und stark sind, solange wir den Glauben in unseren Herzen bewahren, solange wir uns vom großen Beispiel unserer Vorgänger inspirieren lassen, wird Russland unbesiegbar sein“. Dieser Sieg sei nicht nur ein physischer Sieg, „nicht nur ein Sieg der Waffe, mit der der Krieger dem Feind begegnet, sondern es ist immer ein Sieg des Geistes“.

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Die Russen dürften nicht auf „neue Idole“ oder auf „Pseudowerte“ hereinfallen, sondern ihre alten Werte und Idole behalten, forderte Kyrill. Sie sollten sich inspirieren lassen von den „wunderbaren heroischen Beispielen“ der Vergangenheit, die lehrten, „das Vaterland zu verteidigen, unsere wahre Unabhängigkeit von den mächtigen Machtzentren zu verteidigen, die heute auf der Erde existieren“.

Es sei nun „an der Zeit, in unsere geistige Heimat zurückzukehren, um die Kraft zu haben, die uns helfen kann, auch im Kampf für unsere wahre Unabhängigkeit und für unsere Freiheit“. Wörtlich sagte der Patriarch in seiner Predigt weiter: „Möge der Herr unsere Armee, unsere Behörden und all diejenigen bewahren, von denen die Verteidigung unseres Vaterlandes heute besonders abhängt.“  DT/sba

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