Logo Johann Wilhelm Naumann Stiftung Sonntagslesung

Gott verheißt seinen Geschöpfen Zukunft

Und der Weg dahin ist die Treue zum Evangelium. Wir sehen es bei Abraham, dessen Nachkommen zu einem großen Volk wurden.
gute Zukunft
Foto: Imago/Andreas Vitting | Die Sonntagslesungen vermitteln die Gewissheit, dass Gott für uns eine gute Zukunft bereitet hat – das Land der Verheißung, wie in der Bibel.

Die drei biblischen Texte dieses Sonntags machen uns Mut angesichts unserer vielfältigen aktuellen Sorgen um die Zukunft. Abraham wird von Gott auf eine riskante Reise geschickt. Er soll alles verlassen, „sein Land, seine Verwandtschaft und sein Vaterhaus“ (Gen 12, 1). Gott verheißt ihm seinen Segen und verspricht, dass Abraham selbst zum Segen für andere Völker wird (vgl. Gen 12, 2). Im Vertrauen auf Gottes Beistand zieht Abraham los in das Land der Verheißung (vgl. Gen 12, 4a). Und seine Nachkommen werden zu einem großen Volk werden.

Lesen Sie auch:

In der Lesung aus dem 2. Timotheusbrief ermutigt der Verfasser, die Leiden um des Evangeliums willen auf sich zu nehmen (2 Tim 1, 8b), da Gott ein unvergängliches Leben verheißt (2 Tim 1, 10). Auch wenn die Verkündigung der Frohen Botschaft Benachteiligungen mit sich bringt, ist die Treue zum Evangelium der Weg, der in eine gute Zukunft führt.

Jesus zeigt sich verklärt

In der Perikope aus dem Matthäusevangelium hören wir von der Verklärung Jesu auf einem „hohen Berg“ (Mt 17, 1); er wird, meist mit dem Berg Tabor identifiziert. Jesus zeigt sich den Jüngern in seiner künftigen, vom himmlischen Licht verklärten Herrlichkeit. Die Wolke (Mt 17, 5) deutet wie schon mehrfach im Alten Testament (s. Ex 13, 21f; 24, 15–18) die Gegenwart Gottes an. Die Stimme Gottes aus der Wolke ermahnt die Jünger, auf Jesus, den Sohn Gottes, zu hören. Der Weg des Gottessohnes durch Passion und Kreuz führt ihn zur Auferstehung und zum ewigen Leben bei Gott. Den Jüngern wird damit auch für ihre Zukunft Heil und Leben verheißen. Denn in der Verklärung Jesu sollen sie nicht nur auf die Vollendung Jesu vorausblicken, sondern auch die ihnen verheißene Zukunft erkennen. Sie ist ihnen gewiss, wenn sie auf das Wort Jesu ihr Leben bauen.

Wir haben heute allen Grund, wie Abraham, die Jünger Jesu und auch die Christen in den ersten Gemeinden, uns Sorgen um die Zukunft zu machen. Die weltpolitische Lage zeigt: Es gibt Gewissheiten, auf die wir lange gebaut haben, die jetzt aber infrage gestellt sind. Grenzen in Europa sind nicht mehr unantastbar, wie die Angriffe Russlands auf die Ukraine zeigen. Ein Krieg, der auch die Mitte Europas bedroht, ist in den Bereich des Möglichen gerückt. Welche Hoffnungen geben uns die biblischen Lesungen dieses Sonntags? Sie vermitteln uns zum einen die Gewissheit, dass Gott für uns eine gute Zukunft bereitet hat. Zum anderen leiten sie uns dazu an, im Vertrauen auf Gott und sein Evangelium unsere Zukunft in die Hand zu nehmen und zu gestalten. Wenn wir mit Gott und im Vertrauen auf das Wort Jesu mutig in die Zukunft gehen, können wir trotz aller Schwierigkeiten zuversichtlich vorausblicken.

Genesis 12,1–4a
2 Timotheus 1,8b–10
Matthäus 17,1–9
Zu den Lesungen des 2. Sonntags der
Fastenzeit 2026 (Lesejahr A)

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