Logo Johann Wilhelm Naumann Stiftung Selbsterklärte „Friedensbewegung“

Mehrheit sieht Wagenknecht auf Irrweg

45 Prozent der Deutschen meinen, dass Sahra Wagenknechts Friedensbewegung ein Irrweg ist, wie eine aktuelle Tagespost-Umfrage ergibt. Vor allem Grünen-Wähler sehen dies so.
Sahra Wagenknechts Friedensbewegung ein Irrweg
Foto: IMAGO (www.imago-images.de) | Die Aussage, zu der die Teilnehmer der Umfrage Stellung beziehen sollten, lautet: „Sahra Wagenknechts ,Friedensbewegung‘ ist ein Irrweg.“

Die relative Mehrheit von 45 Prozent der Deutschen ist der Ansicht, dass die „Friedensbewegung“ der Linken-Politikerin Sahra Wagenknechts ein Irrweg ist. Zu diesem Ergebnis kommt eine repräsentative Umfrage des in Erfurt ansässigen Meinungsforschungsinstituts „INSA Consulere“, die im Auftrag der „Tagespost“ durchgeführt wurde. 27 Prozent sind gegenteiliger Ansicht; 24 Prozent wissen nicht, wie sie zu der Frage stehen; fünf Prozent möchten dazu keine Angabe machen.

49 Prozent der Katholiken stimmen der These zu

Die Aussage, zu der die Teilnehmer der Umfrage Stellung beziehen sollten, lautet: „Sahra Wagenknechts ,Friedensbewegung‘ ist ein Irrweg.“ Auch wenn sowohl bei Ost- als auch Westdeutschen jeweils relativ-mehrheitlich der Anteil derjenigen überwiegt, die dieser These zustimmen, fällt der Anteil bei Umfrageteilnehmern im Westen höher aus als bei Befragten im Osten (47 zu 39 Prozent).

Lesen Sie auch:

Von den befragten Katholiken sind 49 Prozent der Ansicht, dass Sahra Wagenknechts „Friedensbewegung“ ein Irrweg ist. 22 Prozent stimmen dem nicht zu. Unter den Protestanten ergibt sich ein ähnliches Bild: 48 Prozent stimmen der These zu, 24 Prozent lehnen sie ab. Unter freikirchlichen Umfrageteilnehmern sieht es etwas anders aus: Von ihnen sind 42 Prozent der Ansicht, dass Sahra Wagenknechts „Friedensbewegung“ ein Irrweg ist, bei 24 Prozent ist das nicht der Fall.  

Die Erhebung, für die 2.002 erwachsene Personen vom 10. bis 13. März befragt wurden, schlüsselt die Frage auch nach Parteizugehörigkeit auf. Einzig die Anhänger von AfD und Linkspartei sind nicht relativ-mehrheitlich der Meinung, dass Sahra Wagenknechts „Friedensbewegung“ ein Irrweg ist. Einen Irrweg sehen 24 Prozent der AfD-Anhänger und 26 Prozent der Linken-Anhänger. 53 Prozent der AfD-Anhänger und 43 Prozent der Linken-Anhänger sehen dies nicht so. Von den FDP-Wählern stimmen 42 Prozent der These des Irrwegs zu. Von den Wählern der Union sind es 51 Prozent und von den Wählern der SPD 57 Prozent. Am häufigsten sind Anhänger der Grünen mit einer deutlichen Mehrheit von 66 Prozent der Meinung, dass Sahra Wagenknechts „Friedensbewegung“ einen Irrweg darstellt.  DT/mlu

Die Printausgabe der Tagespost vervollständigt aktuelle Nachrichten auf die-tagespost.de mit Hintergründen und Analysen.

Themen & Autoren
Meldung Alternative für Deutschland Friedensbewegungen SPD Sahra Wagenknecht

Weitere Artikel

Die Verteilung der Sitze im neuen Landtag von Sachsen-Anhalt steht fest. Wie könnte sich nun die neue Regierung bilden?
24.09.2026, 09 Uhr
Jakob Naser
Jörg Sartor sorgte für weltweite Medienaufmerksamkeit, als er Flüchtlinge von der „Essener Tafel“ ausschloss.
21.08.2026, 17 Uhr
Frank Stenglein
Die linke Dominanz ist vorbei. Was bedeutet das für die rechte Mitte? Steffen Dähne, der neue Geschäftsführer der Denkfabrik R21, über bürgerliche Politikkonzepte.
04.09.2026, 07 Uhr
Sebastian Sasse

Kirche

Künstliche Intelligenz kann Daten verarbeiten, aber keine Verantwortung übernehmen. Papst Leo XIV. verteidigte in „Magnifica Humanitas“ die menschliche Urteilskraft.
01.11.2026, 09 Uhr
Christoph Fehring
Es gibt ab Samstag neue US-amerikanische Selige: Fünf Franziskaner, die 1957 von Ureinwohnern in Georgia ermordet wurden. Der Grund: Sie verteidigten die monogame Ehe.
31.10.2026, 05 Uhr
Claudia Kock
Halloween wurde zum Filmthema – und machte den Grusel-Tag hierzulande populär. Ein Horrorfilm spiegelt gesellschaftliche Verhältnisse und hinterfragt Selbstverständliches.
31.10.2026, 11 Uhr
Fabian Bell
Ist es falsch, dass die Kirche sich gegen die Todesstrafe stellt? Nein, denn jeder Mensch hat eine unantastbare Würde. Und zwar nicht erst seit Papst Franziskus.
29.10.2026, 21 Uhr
Maximilian Welticke