Kritik an Ampel

Mehrheit sieht Energiepolitik nicht als Erfolg

53 Prozent der Deutschen meinen, dass die Energiepolitik der Regierung als Reaktion auf den Krieg kein Erfolg ist. Dies ergibt eine aktuelle Tagespost-Umfrage.
Solardach
Foto: IMAGO/Arnulf Hettrich (www.imago-images.de) | Zu spät auf erneuerbare Energien gesetzt? 53 Prozent der Deutschen sehen die Energiepolitik der Ampel bislang nicht als Erfolg.

Die absolute Mehrheit von 53 Prozent der Deutschen sieht die Energiepolitik der Regierungskoalition als Reaktion auf den Russland-Ukraine-Krieg nicht als Erfolg. Zu diesem Ergebnis kommt eine repräsentative Umfrage des in Erfurt ansässigen Meinungsforschungsinstituts „INSA Consulere“, die im Auftrag der „Tagespost“ durchgeführt wurde. Lediglich gut ein Viertel (26 Prozent) der Umfrageteilnehmer sieht die Energiepolitik als erfolgreich an, wobei mit 18 Prozent außerdem viele Befragte angeben, nicht zu wissen, wie sie zu dieser stehen. Weitere drei Prozent möchten keine Auskunft erteilen.

Katholiken und Protestanten einig in Kritik

Die Aussage, zu der die Teilnehmer der Umfrage Stellung beziehen sollten, lautet: „Die Energiepolitik der Regierungskoalition als Reaktion auf den Russland-Ukraine-Krieg ist bisher ein Erfolg.“ In allen Altersgruppen bewertet eine Mehrheit der Befragten die Energiepolitik der Regierungskoalition nicht als Erfolg. Am ehesten sehen diese noch die ältesten Befragten positiv. Immerhin 33 Prozent der über 70-Jährigen geben dies an, während es bei den jüngsten Befragten, den 18- bis 29-Jährigen, nur 26 Prozent sind. Am kritischsten sehen die 30- bis 49-Jährigen die Energiepolitik der Regierung: Nur 21 Prozent bewerten diese positiv, von den 30- bis 39-Jährigen sehen 59 Prozent keinen Erfolg, von den 40- bis 49-Jährigen 60 Prozent.

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Sämtliche Religionsgruppen sehen die Energiepolitik jeweils mehrheitlich als erfolglos an. Einigkeit herrscht auch bei den Anhängern der großen christlichen Kirchen. So sehen 53 Prozent der Katholiken und 52 Prozent der Protestanten die Energiepolitik kritisch. Positiv äußern sich hingegen nur 27 beziehungsweise 29 Prozent. Auch unter freikirchlichen Befragten ergibt sich ein ähnliches Bild: 51 Prozent bewerten die Energiepolitik nicht als Erfolg, das Gegenteil ist bei 30 Prozent dieser Gruppe der Fall.

Die Erhebung, für die 2.009 erwachsene Personen vom 20. bis 23. Januar befragt wurden, schlüsselt die Frage auch nach Parteizugehörigkeit auf. Erwartungsgemäß sind Wähler der Regierungsparteien SPD (51 Prozent) und der Grünen (47 Prozent) jeweils mehrheitlich der Ansicht, dass die Energiepolitik der Bundesregierung als Reaktion auf den Russland-Ukraine-Krieg bisher einen Erfolg darstellt. Anders sieht es bei Wählern der FDP aus: 54 Prozent von ihnen sehen die Energiepolitik nicht als Erfolg. Auch Wähler der Oppositionsparteien Die Linke (55 Prozent), Union (65 Prozent) und insbesondere der AfD (81 Prozent) sehen auch jeweils absolut-mehrheitlich keinen Erfolg in der Energiepolitik der Regierung.  DT/mlu

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