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Mehrheit der Deutschen will: Abtreibung soll Straftat bleiben

Forschungsgruppe Wahlen ermittelt im Auftrag von ZDF-Frontal: Demnach lehnen 67 Prozent der Unionswähler eine Streichung des § 218 StGB ab.
Demonstration "Marsch für das Leben" gegen Abtreibungen
Foto: Jörg Carstensen (dpa) | 54 Prozent der Teilnehmer einer aktuellen Umfrage sprechen sich dafür aus, dass der § 218 im Strafgesetzbuch erhalten bleibt. Im Bild: Teilnehmer beim "Marsch für das Leben" in Berlin.

Eine Mehrheit der Deutschen lehnt das vor allem von Grünen und Linken präferierte Vorhaben ab, vorgeburtliche Kindstötungen rechtlich außerhalb des Strafrechts zu regeln. Das ist das Ergebnis einer repräsentativen Umfrage, welches die „Forschungsgruppe Wahlen“ im Auftrag des ZDF-Magazins „frontal“ ermittelt hat. Danach sprachen sich 54 Prozent der Befragten dafür aus, dass der § 218 im Strafgesetzbuch erhalten bleibt. Drei Prozent forderten gar seine Verschärfung. Für eine Abschaffung des Strafrechtsparagrafen sprachen sich lediglich 36 Prozent der Befragten aus.

Klare Unterschiede bei Parteienpräferenz

Unterschiede gibt es der Umfrage zufolge sowohl beim Alter als auch bei der Parteienpräferenz. Für die von der Ampelkoalition erwogene Abschaffung des Abtreibungsparagrafen 218 sprachen sich vor allem junge Frauen aus. Mit zunehmendem Alter steigt dagegen auch hier die Ablehnung für eine Abschaffung.

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Wählerinnen und Wähler von CDU und CSU wollen zu mehr als Zweidritteln (67 Prozent) am Paragrafen 218 StGB festhalten; bei AfD (57 Prozent), FDP (55 Prozent) und sogar bei der den Kanzler stellenden SPD (52 Prozent) sind es immerhin noch mehr als die Hälfte. Nur bei Bündnis 90/Die Grünen (46 Prozent) und Linken (31 Prozent) sprechen sich weniger als die Hälfte der Wählerinnen und Wähler beziehungsweise weniger als ein Drittel für eine Beibehaltung des Strafrechtsparagrafen aus.

Das TV-Magazin „frontal“ befasst sich ausführlich mit dem Thema in seiner heutigen Sendung (21.00 Uhr, ZDF)  DT/reh

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