Logo Johann Wilhelm Naumann Stiftung VILNIUS

Litauen fordert Sanktionen gegen Kyrill

Russlands Patriarch betreibe die „Zerstörung von Seelen“, so Litauens Außenminister Landsbergis.
Gabrielius Landsbergis
Foto: IMAGO/Janine Schmitz/photothek.de (www.imago-images.de) | Gabrielius Landsbergis, hier auf einer Pressekonferenz, fordert Sanktionen gegen das Oberhaupt der russisch-orthodoxen Kirche, den Moskauer Patriarchen Kyrill.

Die Europäische Union soll nun auch Sanktionen gegen das Oberhaupt der russisch-orthodoxen Kirche, den Moskauer Patriarchen Kyrill, verhängen. Das fordert der Außenminister Litauens, Gabrielius Landsbergis, in einem Interview mit der Zeitung „15 min“. Der russische Patriarch engagiere sich nicht in der Seelsorge, sondern in der „Zerstörung von Seelen, in der Unterstützung des Krieges und all der Schrecken, die in der Ukraine geschehen“, so der Außenminister Litauens.

Lesen Sie auch:

Trennung von Moskau

Nach Angaben von Landsbergis gibt es bereits Beratungen über eine Trennung der Orthodoxen in Litauen vom Moskauer Patriarchat. Dies sei jedoch eine Frage der innerkirchlichen Selbstbestimmung.

Der Metropolit der etwa 100.000 Gläubige zählenden und zum Moskauer Patriarchat gehörenden Orthodoxie in Litauen, Innokentij Vasiljew, hat den Einmarsch Russlands in der Ukraine von Anfang an verurteilt. Bereits im März schrieb der Metropolit auf der Internetseite seiner Kirche, dass „Patriarch Kyrill und ich unterschiedliche politische Überzeugungen und Einschätzungen der aktuellen politischen Ereignisse vertreten“. DT/sba

Die Printausgabe der Tagespost vervollständigt aktuelle Nachrichten auf die-tagespost.de mit Hintergründen und Analysen.

Themen & Autoren
Meldung Russlands Krieg gegen die Ukraine Religiöse und spirituelle Oberhäupter Russisch-Orthodoxe Kirche Seelsorge

Weitere Artikel

Dass Glaubensvermittlung auch unter den Bedingungen der säkularisierten Gegenwart gelingen kann, zeigen vor allem Initiativen jenseits der üblichen diözesanen Strukturen. Eine Auswahl.
05.04.2026, 09 Uhr
Regina Einig Sebastian Ostritsch Elisabeth Hüffer Jakob Ranke
„Man hat einander vertraut und das Vertrauen war so, dass man auf Kontrolle verzichtet hat“: Der emeritierte Eichstätter Oberhirte gibt Einblick, wie es zur Veruntreuung kommen konnte.
17.03.2026, 17 Uhr
Esther von Krosigk

Kirche