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Kritik an Forschung mit fötalem Gewebe: Weißes Haus widerspricht „respektvoll“

Dass in Zukunft wieder Gewebe abgetriebener Föten für die wissenschaftliche Forschung verwendet werden darf, kritisierten mehrere konservative Gruppen. Bidens Regierung verteidigt die Entscheidung mit Verweise auf Bemühungen, Krankheiten zu heilen.
Jen Psaki, Sprecherin des Weißen Hauses
Foto: Andrew Harnik (AP) | „Wir glauben, dass es wichtig ist, in die Wissenschaft zu investieren und nach Möglichkeiten zu suchen, Krankheiten zu heilen", erklärte Jen Psaki, Sprecherin des Weißen Hauses.

Die neue US-Regierung von Präsident Joe Biden hat den Kritiker der Entscheidung, Einschränkungen für die medizinische Forschung an Geweben abgetriebener Föten aufzuheben „respektvoll“ widersprochen. Bei einer Pressekonferenz am Dienstag erklärte Bidens Sprecherin Jen Psaki: „Wir glauben, dass es wichtig ist, in die Wissenschaft zu investieren und nach Möglichkeiten zu suchen, Krankheiten zu heilen, und ich denke, das wird dadurch hoffentlich geschehen.“

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Status quo der Obama-Ära

Die „National Institutes of Health“ (NIH) hatten Mitte April angekündigt, dass Forscher in Zukunft für die Entwicklung von Medikamenten gegen Diabetes, Krebs, Aids oder Corona auf Gewebe von freiwillig abgetriebenen Föten zurückgreifen dürften. Mit dem Schritt löste Biden ein Wahlkampfversprechen ein und stellte den Status quo wieder her, der auch unter seinem demokratischen Vorgänger Barack Obama gegolten hatte.

Konservative christliche Gruppen sowie die amerikanischen katholischen Bischöfe hatten die Lockerung kritisiert. „Die Körper von Kindern, die durch eine Abtreibung getötet wurden, verdienen denselben Respekt wie die einer jeden anderen Person“, äußerte sich der Vorsitzende des Lebensschutz-Komitees der US-Bischöfe, Erzbischof Joseph Naumann, in einer Stellungnahme. Die Regierung habe kein Recht, die unschuldigen Opfer von Abtreibungen als „Rohstoff“ zu behandeln, deren Körperteile für die wissenschaftlich Forschung geplündert werden könnten.  DT/mlu

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