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Klima-Demos: BDKJ mahnt zu Verhältnismäßigkeit

Der Klimaschutz bewegt die Gesellschaft. Bei der Frage, welche Mittel angemessen sind, um dem Thema Aufmerksamkeit zu verleihen, warnt der BDKJ vor zu radikalen Methoden.
Extinction Rebellion in Amsterdam
Foto: Niels Wenstedt (ANP) | Die internationale Aktivisten-Bewegung "Extinction Rebellion" will mit Methoden wie Straßenblockaden mehr Klimaschutz erreichen. Im Bild zu sehen: eine Protestaktion in Amsterdam.

Dass der „Bund der Deutschen Katholischen Jugend“ (BDKJ) die Klima-Demonstrationen der „Fridays for Future“-Bewegung unterstützt, ist bekannt. Zurückhaltender äußerte sich der Bundesvorsitzende des Dachverbands vieler katholischer Jugendverbände jetzt gegenüber der Protestbewegung „Extinction Rebellion“, die jüngst mit Straßenblockaden in Berlin für Schlagzeilen sorgte. Dabei müsse man fragen: „Was ist die Verhältnismäßigkeit? Ist das Mittel, das ich gewählt habe, geeignet, das Ziel, das ich habe, zu verfolgen?“, so Adonie im Gespräch mit dem Kölner „Domradio“. Dies sei immer wieder im Detail zu prüfen.

„Da ist zu fragen: Ist das noch in Ordnung,
was da passiert oder ist das
schon rechtlich nicht nur heikel?"
Thomas Adonie, Bundesvorsitzender des BDKJ

Adonie verwies auch darauf, dass „Extinction Rebellion" eine internationale Bewegung sei, die in den einzelnen Ländern sehr unterschiedliche Proteste organisiert. „Da ist zu fragen: Ist das noch in Ordnung, was da passiert oder ist das schon rechtlich nicht nur heikel?“

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Problematisch werde es, wenn Protestaktionen mit Sachbeschädigung einhergingen und Eigentum zerstört oder entsprechend gefährdet werde. Da müsse man dann auch ganz deutlich darüber sprechen: „Was ist angemessen, um dem Thema Aufmerksamkeit zu geben? Und was ist angemessen, um das Thema voranzubringen? Und wo schadet man vielleicht sogar dem Ziel, eine gute Klimapolitik umzusetzen dadurch, dass man als sehr radikal wahrgenommen wird und auch als gefährlich in der Wahrnehmung der Bevölkerung?“

Mehrere Bischöfe unterstützten Klimaschutz-Proteste

Während es den „Fridays for Future“-Protesten sehr gut gelungen sei, die Menschen in Deutschland zu erreichen, sei noch abzuwarten, ob die Methoden der „Extinction Rebellion“ wirklich hilfreich gewesen seien. „Das ist auch sehr fraglich, wenn man sich anschaut, wie die Resonanz auf den Protes in Berlin ist“, so Adonie.

Zuletzt hatten mehrere katholische Bischöfe ihre Unterstützung für die Klimaschutz-Proteste von Jugendlichen zum Ausdruck gebracht, etwa der Vorsitzene der Deutschen Bischofskonferenz, Kardinal Reinhard Marx, oder der Bamberger Erzbischof Ludwig Schick. Der Passauer Bischof Stefan Oster nahm sogar an einer Demonstration der „Fridays for Future“-Bewegung teil, wofür er Zustimmung, aber auch viel Kritik erntete.

DT/mlu

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