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Hauptsache weiblich?!

Die Grünen-Vorsitzende betont, dass wieder eine Frau Familienministerin werden soll. Doch wenn das Geschlecht schwerer wiegt als die Kompetenz, hat das vor allem in Kriegszeiten verheerende Folgen.
Grünen-Bundesvorsitzende Ricarda Lang
Foto: Frank Molter (dpa) | „Es wird eine Frau werden. Die andere Voraussetzung wird Kompetenz sein.“ So äußerte sich die Grünen-Bundesvorsitzende Ricarda Lang zur Frage der Nachfolge von Anne Spiegel an der Spitze des Familienministeriums.

Neue Familienministerin gesucht. Personenprofil: weiblich. Das stellte die Grünen-Vorsitzende Ricarda Lang nach dem Rücktritt von Anne Spiegel (Grüne) klar: „Es wird eine Frau werden. Die andere Voraussetzung wird Kompetenz sein.“ Auch Bundeskanzler Olaf Scholz hat bei der Bildung seiner Regierung viel Wert auf die Geschlechterverteilung gelegt: „Die Parität ist mir wichtig, deswegen werden von 16 Ministerinnen und Ministern acht Männer und acht Frauen sein.“ Dies entspreche „der Gesellschaft, in der wir leben“, da diese je zur Hälfte aus Männern und Frauen bestehe. Somit müssten Frauen auch „die Hälfte der Macht" haben.

Können sollte wichtiger als Geschlecht sein

Welche verheerenden Folgen es hat, wenn Machtpositionen nach dem Geschlecht anstatt nach Qualifizierung und Führungskraft verteilt werden, veranschaulicht derzeit Verteidigungsministerin Christine Lambrecht (SPD). Auch die gelernte Juristin kümmerte sich zunächst um die Genderfrage und forderte, die Bundeswehr brauche dringend mehr weibliche Generäle – und das zu einem Zeitpunkt, als sich die Ukraine-Krise bereits zuspitzte. Zuletzt erklärte sie die Geheimhaltung von deutschen Waffenlieferungen an die Ukraine damit, dass dies von ukrainischer Seite ausdrücklich gewünscht worden sei. Der ukrainische Verteidigungsminister, Oleksii Reznikov, widersprach dieser Darstellung.

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Auch dem Familienministerium kommt aktuell angesichts der vielen nach Deutschland kommenden Frauen und Kinder aus der Ukraine eine wichtige Verantwortung zu. Deswegen braucht es gerade in Zeiten des Krieges erfahrene, verantwortungsbewusste und kompetente Politiker – unabhängig von ihrem Geschlecht.

Die Frauenquote diskriminiert - sowohl Männer als auch Frauen

So gut und ehrenwert der Gedanke grundsätzlich ist, Frauen die gleiche Chance auf Führungspositionen wie Männern geben und verhindern zu wollen, dass Frauen beispielsweise wegen möglicher Schwangerschaften und somit längeren Ausfällen solche Posten verwehrt werden, darf daraus nicht resultieren, dass eine Frau letztlich wegen ihres Geschlechts anstatt der geforderten  Kompetenz eingestellt wird. So werden eventuell besser qualifizierte Männer wegen der Erfüllung einer Quote zurückgewiesen. So wird letztlich Qualität eingebüßt – sowohl in der Politik, als auch in der Wirtschaft. 

Durch die Frauenquote werden nicht nur qualifizierte Männer diskriminiert, sondern auch die Frauen selbst. Denn wenn jemand aufgrund des Geschlechts und nicht wegen seinem Können eingestellt wird, schwingt automatisch der Eindruck mit, die Person hätte es aus eigenem Vermögen gar nicht geschafft, in diese Position zu kommen. Wer Frauen stärken möchte, sollte dies also nicht über eine Quote tun, sondern indem er sie nach den gleichen Prinzipien auswählt wie Männer – nach dem Können.

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