„CDU braucht inhaltliche und personelle Erneuerung“

Alexander Mitsch, Vorsitzender der konservativen „Werteunion“, bekräftigt in der „Tagespost“ die Forderung nach einer Ablösung der Bundeskanzlerin an der Parteispitze. Er schildert auch, wie die Partei ihr konservatives Profil wieder schärfen könne.
Jahrestagung "WerteUnion"
Foto: Uwe Anspach (dpa) | 07.04.2018, Baden-Württemberg, Schwetzingen: Holger Kappel (l-r), baden-württembergischer Landesvorsitzender der "WerteUnion", Manuel Hagel, baden-württembergischer CDU-Generalsekretär, und Alexander Mitsch, ...

Alexander Mitsch, Vorsitzender der „Werteunion“ hat die Forderung nach einer Ablösung von Angela Merkel als Bundeskanzlerin und CDU-Parteivorsitzenden bekräftigt. „Wir denken, dass die CDU eine inhaltliche und personelle Erneuerung braucht, um wieder ein klares politisches Profil zu bekommen“, erklärte Mitsch im Gespräch mit der „Tagespost“. Daher würde es die „Werteunion begrüßen, wenn Merkel auf dem Parteitag im Dezember nicht wieder als Parteivorsitzende antrete. Die „Werteunion“ ist ein konservativer Dachverband von Mitgliederinitiativen innerhalb der CDU/CSU, der sich im März 2017 gründete. In der Union gebe es einige gute Leute, die mehr Verantwortung übernehmen könnten, so Mitsch weiter. Exemplarisch nannte er den stellvertretenden Fraktionsvorsitzenden Carsten Linnemann, „der sehr engagiert für konservative und christliche Werte eintritt“.

Zudem beklagt Alexander Mitsch einen in den letzten Jahren verfolgten Linkskurs, im Rahmen dessen die christlich-sozialen, konservativen und liberalen Wurzeln vernachlässigt worden seien. Stattdessen habe eher eine „Sozialdemokratisierung“ der Partei stattgefunden. „Der damit einhergehende Profilverlust führte zum Erstarken der AfD“, so der 55-Jährige Mitsch. Insbesondere der konservative Flügel müsse jetzt wieder sichtbar werden. Die wichtigsten Themen dabei seien Sicherheit, Freiheit und Familie. Eine Begrenzung und Steuerung der Einwanderung sei ein gutes Beispiel dafür, dass alle drei Säulen ähnliche Interessen hätten, erklärt Mitsch, der seit 33 Jahren Mitglied der CDU ist. „Sie bewahrt langfristig die christlich-westliche Kultur unseres Landes und sorgt so für den Erhalt der Inneren Sicherheit und damit auch der persönlichen Freiheit.“

Das ausführliche Interview lesen Sie in der aktuellen Ausgabe der „Tagespost“ vom 12. April.
DT

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