Logo Johann Wilhelm Naumann Stiftung Petition gestartet

Bereits mehr als 1.600 Personen fordern Rücktritt Stetter-Karps

Unterzeichner sehen ZdK-Präsidentin „im Widerspruch zur Lehrmeinung der Kirche und zum Papst“.
ZdK-Präsidentin Irme Stetter-Karp wies die Klarstellung Kopps zurück
Foto: IMAGO/Jens Schulze (www.imago-images.de) | Vergangenen Donnerstag hatte Stetter-Karp in einem Beitrag für die Beilage „Christ und Welt“ der Wochenzeitung „Die Zeit“ gefordert, „sicherzustellen, dass der medizinische Eingriff eines Schwangerschaftsabbruch ...

Der Protest, mit dem katholische Laien auf die Forderung von ZdK-Präsidentin Irme Stetter-Karp nach einem flächendeckenden Ausbau der Möglichkeiten zur Vornahme vorgeburtlicher Kindstötungen reagieren, nimmt neue Formen an. Nachdem am Montag die Initiative „Maria 1.0“ den Rückzug der promovierten Sozialwissenschaftlerin von der Spitze des ZdKs verlangt hatte, fordert nun auch eine auf dem Internetportal „chance.org“ gestartete Petition Stetter-Karps „sofortigen Rücktritt“.

In der Petition heißt es unter anderem: Mit ihrer Meinung stehe Stetter-Karp „im Widerspruch zur Lehrmeinung der Kirche und zum Papst. Wir fordern ihren sofortigen Rücktritt, weil sie dem Ansehen der Kirche schadet.“ Bis Dienstagmittag war die Petition von mehr als 1.600 Personen unterzeichnet worden.

Was bisher geschah

Vergangenen Donnerstag hatte Stetter-Karp in einem Beitrag für die Beilage „Christ und Welt“ der Wochenzeitung „Die Zeit“ (Ausgabe v. 14.7.) gefordert, „sicherzustellen, dass der medizinische Eingriff eines Schwangerschaftsabbruch flächenddeckend ermöglicht wird“. Ferner stehe ein „eine Reflexion“ darüber an, „wie das Angebot sichergestellt werden kann, – was auch die Schulung von Ärzt*innen in der Ausbildung umfasst.“

Lesen Sie auch:

Der Pressesprecher der Deutschen Bischofskonferenz (DBK), Matthias Kopp, hatte noch am gleichen Tag auf Anfrage des Internetportals „kath.net“ die Forderung zurückgewiesen und erklärt: „Die von ZdK-Präsidentin Irme Stetter-Karp vorgetragene Position zur Notwendigkeit eines flächendeckenden Angebots von Schwangerschaftsabbrüchen widerspricht der Haltung der Deutschen Bischofskonferenz. Statt einer flächendeckenden Möglichkeit für Abtreibungen brauchen wir ein flächendeckendes qualifiziertes Beratungsangebot für Frauen.“

In einer tags darauf vom ZdK verbreiteten Mitteilung wies Stetter-Karp die Klarstellung Kopps zurück. Entscheide sich eine Frau nach der Beratung „selbstbestimmt für einen Abbruch der Schwangerschaft“ müsse es auch möglich sein, ihn durchführen zu lassen. Und weiter: „Alles Recht auf Selbstbestimmung hilft nicht, wenn die Hürden unüberwindlich sind.“  DT/reh

Die Printausgabe der Tagespost vervollständigt aktuelle Nachrichten auf die-tagespost.de mit Hintergründen und Analysen.

Themen & Autoren
Meldung Dogma Irme Stetter-Karp Lebensschutz Päpste Zentralkomitee der deutschen Katholiken

Weitere Artikel

Thommy Schott ist mehr als ein Anwalt. Der fünffache Familienvater setzt sich mit seinem Verein Pro Fide Ecclesiae auch für seinen Glauben ein.
24.07.2026, 09 Uhr
Regina Einig
Sie haben Fragen, er hat es nicht eilig: Nach der Empfehlung des Münchner Erzbischofs zugunsten von Segensfeiern für irreguläre Beziehungen regt sich erstmals Unmut im Klerus.
23.07.2026, 07 Uhr
Jakob Ranke

Kirche

Der eskalierende Streit zwischen Kirche und Regierung beschädigt die Autorität beider Seiten und spaltet ein Land, das von unfreundlichen Nachbarn umgeben ist.
14.08.2026, 17 Uhr
Stephan Baier
Katechismuslesen reicht nicht: Warum der Abtprimas der Benediktiner, Jeremias Schröder, der Mutter Jesu große Bedeutung für seinen Glauben beimisst.
14.08.2026, 15 Uhr
Esther von Krosigk
In Obertshausen erinnert neuerdings eine Statue an den Kirchenlehrer Johannes vom Kreuz und an den spanischen Wallfahrtsort Caravaca de la Cruz.
14.08.2026, 09 Uhr
Oliver Gierens
Tod in der Arena oder lebendig begraben im Bergbau? Im dritten Jahrhundert wurden auch Päpste zu Märtyrern. Der 13. August ist der Gedenktag des heiligen Papstes Pontianus.
12.08.2026, 21 Uhr
Claudia Kock
Wer und was in deutschen Bistümern willkommen ist, zeigt sich besonders deutlich im Umgang mit der traditionellen lateinischen Messe und der Priesterbruderschaft St. Pius X.
11.08.2026, 20 Uhr
Jakob Naser