Nordhausen

Theologe will für die AfD in den Landtag

Kann die AfD in Thüringen eine Alternative für Katholiken sein? Der 28-jährige Andreas Leupold kämpft um ein Landtagsmandat in Thüringen.
AfD-Landesparteitag Thüringen
Foto: Martin Schutt (ZB) | Wegen der Position zu Lebensschutz und Bioethik verließ Andreas Leupold die CDU. Nun will er für die AfD in den Landtag.

Der 28-jährige Andreas Leupold kämpft um ein Landtagsmandat in Thüringen. Der katholische Theologe berichtet gegenüber der „Tagespost“, dass seine alten Weggefährten oft nicht verstehen könnten, dass katholische Männer wie er nicht bei der Union geblieben sind, um dort das konservative Profil wieder stärker zu machen. Dabei war Leupold engagierter Christdemokrat, er gründete den Stadtverband der Schülerunion, engagierte sich in CDU und Junger Union. Wegen der Positionen zu Lebensschutz und Bioethik verließ er die CDU.

AfD wegen Ablehnung der Homo-"Ehe" attraktiv

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Die AfD empfindet Leupold wegen ihrer klaren Ablehnung der Homo-“Ehe“ und der liberalen Abtreibungsgesetzgebung als attraktiv, obwohl der rechte Flügel der Partei auch zu dumpfen, nationalistischen Äußerungen neigt. Er übt daher auch Kritik an der Rhetorik seines Landesvorsitzenden Björn Höcke, doch würden immer dieselben Phrasen aus dem Kontext gelöst. Aber auch dumpfe und raue Meinungen müssten artikuliert werden dürfen, damit man sie kanalisiert und auf einen wesentlichen Inhalt eindampft, erklärt Leupold.

Andreas Leupold ist praktizierender Katholik. Der tägliche Rosenkranz, Beichte und die tridentinische Messe sind dem erst mit 14 Jahren in der Diaspora zum Glauben Gekommenen wichtig. Für Leupold steht sein politisches Engagement für die AfD in keinem Widerspruch zum katholischen Glauben, trotz der indirekten Warnung der Bischöfe Thüringens vor seiner Partei.

Leupold kritisiert offizielle Positionierungen der Bischöfe

Leupold kritisiert diese offiziellen kirchlichen Positionierungen, die damit einhergingen, die Übereinstimmungen zwischen Kirche und AfD bei Familien- und Lebensthemen nicht als Ausgangspunkt für ein fruchtbares Gespräch zu werten.

DT/ska

Wie Leupold die Widersprüchlichkeit der unterschiedlichen Positionen in der AfD und deren Vereinbarkeit mit dem katholischen Glauben sieht, lesen Sie in der aktuellen Ausgabe der Tagespost.

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