Hof

EU soll Haltung des Islam zur Demokratie erforschen

Die fränkische CSU-Europaabgeordnete Monika Hohlmeier hat mit Parlamentskollegen eine Initiative zur Gründung eines EU-Forschungszentrums Islam und Demokratie gestartet.

Islam und Rechtsstaatlichkeit
Der Großteil der Muslime, die hier lebten, hätten keine Probleme mit der Demokratie, meint Hohlmeier. Im Bild: Ein Besucher des Islamischen Zentrums Wien. Foto: Herbert Neubauer (apa)

Monika Hohlmeier, fränkische CSU-Europaabgeordnete, hat zusammen mit Abgeordneten-Kollegen eine Initiative gestartet: Die EU soll ein Forschungszentrum gründen, in dem dieHaltung des Islam zur Demokratie untersucht wird. Im Interview mit der Tagespost erläutert Hohlmeier die Hintergründe zu diesem Vorstoß: Es gebe an den Universitäten zwar viele Einzellehrstühle, an denen die unterschiedlichen Richtungen des Islam untersucht werden, bisher fehle aber eine Institution, bei der alle Erkenntnisse zusammengeführt werden.

In Europa gilt die christlich-jüdische Werteordnung

Das Ziel dabei: Es soll aufgezeigt werden, in welchen Bereichen Defizite mit Blick im Verhältnis zu den demokratischen Werte und Grundrechten bestehen. Dabei stellt Hohlmeier klar, dass nach ihrer Auffassung der Großteil der Muslime, die hier lebten, keine Probleme mit der Demokratie hätten. Es existierten aber eben auch Organisationen im islamischen Bereich, die den "freiheitlichen Ansatz unserer Werteordnung" untergraben wollten.

Es müsse klar sein, dass in Europa die "christlich-jüdische Werteordnung" gelte. Besonders in den Blick müsse man etwa Staaten nehmen, die versuchten, auf islamische Organisationen in Deutschland im fundamentalistischen Sinne Einfluss zu nehmen.

DT/sesa

Wie soll das Forschungszentrum konkret arbeitet? Wer hat Monika Hohlmeier bei ihrer Initiative im EU-Parlament unterstützt? Und wann könnte so ein Institut seine Arbeit aufnehmen? Lesen Sie dazu mehr in der nächsten Ausgabe der Tagespost. Holen Sie sich das ePaper dieser Ausgabe kostenlos hier .