Jede vergleichende Betrachtung der westlichen Zivilisation landet unweigerlich bei der Feststellung, dass sie entscheidend vom Christentum geformt wurde. Auseinander gehen die Meinungen dann in der Regel darüber, inwiefern das gut oder schlecht war und ob es auch in Zukunft noch zutreffen wird. Der Londoner King’s College-Historiker Peter Heather sieht das europäische Christentum seit etwa 120 Jahren in einer Periode des Niedergangs; umso erklärungsbedürftiger sei, wie es überhaupt jemals eine dominante Kraft hatte werden können. Und so widmet er sein neuestes Buch dem „Aufstieg und Triumph“ der christlichen Religion, den er zwischen Kaiser Konstantin und dem Hochmittelalter verortet.
Mehr Machtmenschen als Christen
Wie wurde das Christentum zur prägenden Kraft Europas? Peter Heather setzt auf Materialismus statt Religiosität. Aber die Darstellung überzeugt nicht.
