In der Debatte über Politik und Wirtschaft dominieren oft Klagen und Beschwerden; düstere Begriffe wie Vertrauensverlust, schamlose Bereicherung und eine gespaltene Gesellschaft tauchen auf. Politische Macht wird nicht selten als exklusives Privileg wahrgenommen und der Markt als Kampfplatz puren Eigennutzes. Doch das Dilemma, entscheiden zu müssen, wie ein Gemeinwesen gerecht, stabil und friedlich gelenkt werden kann, ist keineswegs neu. Ausgerechnet die Bettelorden der Franziskaner lieferten bereits vor Jahrhunderten das Leitbild zur Schaffung einer alternativen Gesellschaft – ein Modell, in dem Macht als Pflicht zum Dienen verstanden wurde und Frieden weit mehr bedeutete als die bloße Abwesenheit von Krieg.
Franziskus von Assisi oder die Kunst des Dienens
Warum Almosen zu wenig für die Armen ist – Teil 5 der Reihe „Die soziale Revolution des Poverello“.
