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Katholische Zeitung für Politik, Gesellschaft & Kultur
Archiv Inhalt „Die soziale Revolution des Poverello“

Wie ein Franziskaner den Kapitalbegriff neu dachte

Pater Petrus Iohannis Olivi fiel der Inquisition als ketzerischer Ökonom auf und widerlegte die Lehre des Aristoteles über das Geld – Teil 2.
„Die soziale Revolution des Poverello“ Teil 2
Foto: Wikimedia Commons/Lempertz | Ob er Jesu Gebot vor Augen hat? Der Geldverleiher von Marinus van Reymerswale scheint zu grübeln.

Einer der originellsten franziskanischen Köpfe des 13. Jahrhunderts war Petrus Iohannis Olivi (1248–1298), einer der bedeutendsten Vertreter der Spiritualen, die sich für eine rigorosere Interpretation der Regula des Franz von Assisi einsetzten. Seine Ideen bilden ein faszinierendes, bis heute nicht ganz entschlüsseltes Kapitel mittelalterlicher Geistesgeschichte. Weil Olivi das franziskanische Armutsgelübde radikal auslegte und eine apokalyptische Geschichtstheorie vertrat, war er zeitlebens ebenso einflussreich wie umstritten. Man verdächtigte ihn der Häresie, man klagte ihn als Sektierer an.

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