Erzbischof Jesús Sanz Montes von Oviedo hat angesichts der Migrationskrise in Ceuta zur „Reconquista“ aufgerufen. In Anspielung auf die landesweiten Solidaritätskundgebungen mit der Bevölkerung von Ceuta schrieb der Oberhirte des nordspanischen Erzbistums auf X, auch in Covadonga, dem zentralen Marienheiligtum seiner Diözese, sei während der Novene zu Ehren der Muttergottes, deren Fest am 8. September gefeiert wird, solidarisch an Ceuta gedacht worden.
In den vergangenen Tagen waren Zehntausende in vielen spanischen Städten unter dem Motto „Ceuta wird nicht verkauft, sondern verteidigt“ auf die Straße gegangen und hatten gegen die Untätigkeit der spanischen Regierung demonstriert. Covadonga, so Erzbischof Sanz Montes, sei „ein Ort der Reconquista, der uns daran erinnert, dass wir das zurückgewinnen müssen, was wertvoll ist, was uns trägt und uns auszeichnet – angesichts der marokkanischen Ansprüche und der Auszehrung durch eine gescheiterte Regierungsführung“.
Erzbischof spricht von Migrantenkrise als „vorsätzlicher Invasion“
Sanz Montes hatte die Migrantenkrise bereits zuvor als neuen „Grünen Marsch angesichts der extremen Schwäche einer angeschlagenen Regierung“ und „vorsätzliche Invasion“ bezeichnet. Der „Grüne Marsch“ spielte sich 1975 in der Endphase des Franco-Regimes ab und sollte den Westsaharakonflikt zugunsten Marokkos entscheiden. 350.000 größtenteils unbewaffnete Menschen liefen organisiert vom südlichen Marokko in die zu Spanien gehörende Kolonie Spanisch-Sahara. Ziel war es, die infolge der Erkrankung Francos führungslose spanische Regierung zur Übergabe der Kolonie an Marokko zu bewegen.
Der Wallfahrtsort Covadonga in den asturischen Bergen gilt als Wiege der christlichen Rückeroberung der iberischen Halbinsel. 722 legten christliche Truppen dort mit dem militärischen Sieg über die maurischen Truppen den Grundstein für die christliche Rückeroberung Spaniens.
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