Im Evangelium spricht Jesus von der Zurechtweisung eines Bruders, der gesündigt hat. Dieses Evangelium ist sehr tröstlich, denn es zeigt, dass es bereits in den ersten christlichen Gemeinden, ja selbst unter den Jüngern Jesu, Auseinandersetzungen, Konflikte und Streit gegeben hat. Erfreulich ist aber die Wegweisung, die Jesus zur Bereinigung einer solchen Situation gibt. In den Augen Jesu hat die Zurechtweisung eines sündig gewordenen Bruders in vier Schritten zu erfolgen: zunächst das Gespräch unter vier Augen, dann Hinzunahme von einem oder zwei Männern, dann die Mitteilung an die Gemeinde, und wenn dies alles nicht zum Ziel führt, sei der Bruder „für dich wie ein Heide oder ein Zöllner“.
Kein Tadel ohne Selbstkritik
Überraschend praktisch weist Jesus seine Jünger an, wie Konflikte in vier Schritten zu lösen sind.
