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Eine neue Briefkultur breitet sich aus

Es sind keine Liebesbriefe und auch keine schönen Briefe. Besserwisserbriefe belasten das politische Klima und erklären dem Bundeskanzler die Welt. 
Brief schreiben
Foto: Bruno /Germany - Pixabay | Der deutsche Intellektuelle schreibt Briefe für alles und nichts.

Statt Waffen in ein benachbartes Land zu senden, um einen Krieg zu beenden, sende der Deutsche gerne mal einen Brief. Dies moniert die Erfolgsautorin Birgit Kelle in ihrer neune Folge der Kolumne „Ungeschminkt“. Kelle spielt dabei auf die Briefe der Intellektuellen an Bundeskanzler Scholz. Sie selber, so erklärt die Autorin, suche immer noch nach dem offenen Brief, der Hitler besiegt und den zweiten Weltkrieg beendet habe. Deutliche Kritik übt Kelle an der „Frieden – schaffen – ohne – Waffen“ – Fraktion um Alice Schwarzer und äußert ihr Entsetzen unter anderem darüber, dass der Ukraine das Recht auf Selbstverteidigung abgesprochen wird.

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Brief und Gegenbrief

Mit nur wenig mehr Wohlwollen schaut die Bestsellerautorin auf die Verfasser eines Gegenbriefes. Dieser habe, so die Autorin wörtlich, „auffällig viele Mitunterzeichner mit deutlich mehr Naherfahrung im Kommunismus, mit jüdischen und russischen Wurzeln“ gewinnen können. Der Intellektuelle, so die Autorin, fühle sich für alles verantwortlich. Hier nun besonders für weltpolitisch große Themen. Die unvermeidlichen Petitionen, so Kelle, sind auch bereits gestartet. Der Wettkampf um die meisten Unterschriften ist eröffnet. Hinsichtlich der Briefe sieht die Kolumnistin diese als ungebetene Besuche an. Birgit Kelle beruft sich dabei auf Nietsche, der eindeutige Empfehlungen zur Eindämmung unerwünschter Schreiben abgegeben hatte. DT/pwi

Lesen Sie in der kommenden Folge der Kolumne „Ungeschminkt“ von Birgit Kelle in der nächsten Ausgabe der Tagespost eine Abrechnug mit der Unsitte der belehrenden Briefe. 

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