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Birgit Kelle: Bundespräsidenten fallen nicht auf

Der neue und alte Bundespräsident will die Demokratie verteidigen. Was Präsidenten sonst gesagt oder nicht gesagt haben, hat sich Birgit Kelle in ihrer Kolumne angesehen.
Wahl des Bundespräsidenten
Foto: Bernd Von Jutrczenka (dpa) | Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier blieb in der ersten Amtszeit eher als blass in Erinnerung.

Die Publizistin Birgit Kelle betrachtet die Wiederwahl Frank-Walter Steinmeiers zum Bundespräsidenten mit Skepsis: In einer neuen Folge ihrer Kolumne "Ungeschminkt" in der Tagespost schreibt sie, Steinmeier sei bislang vor allem dadurch aufgefallen, dass er nicht auffiel. Kelle vermisst bei Steinmeier eine markante Wortmeldung, die in Erinnerung bleiben könnte. «Fünf Jahre war Steinmeier bereits im Amt, kann sich jemand auch nur an eine einzige Rede, ein einziges treffendes Zitat oder gar bemerkenswerte Taten erinnern aus dieser Zeit?" Auch wenn er sich jetzt als Streiter für die Demokratie zeige, merkt die Publizistin an, seien wir verloren, wenn dieser das letzte Bollwerk der Demokratie sei.

 

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Kelle wirft zudem auch einen Rückblick auf vergangene Präsidenten - und greift dabei ein berühmtes Bonmot von Heinrich Lübke auf. Aber auch die Aussage von Alt-Bundespräsident Christian Wulff, wonach der Islam zu Deutschland gehöre, stelle keine Sternstunde bundespräsidialer Äußerungen dar, wie Kelle anmerkt. Insgesamt bescheinigt die Autorin den deutschen Bundespräsidenten eher den Status des freundlichen „Grüß-Gott-Onkels“. Lob findet Birgit Kelle allenfalls für Richard von Weizäcker und Roman Herzog. DT/pwi

Lesen Sie in der kommenden Ausgabe der Tagespost eine Kolumne zu alten und neuen präsidialen Sprechblasen. 

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Vorabmeldung Birgit Kelle Christian Wulff Demokratie Richard von Weizäcker Roman Herzog

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