Der neue Kulturkampf, der nicht nur gegen das Christentum, sondern auch gegen alles, was es zivilisatorisch ermöglicht hat, Front macht, steht unter dem Stichwort „woke“. Das Wort aus dem Slang der Afroamerikaner bedeutet, dass jemand sich für „aufgeweckt“ oder „wachsam“ hält und daher das Recht beansprucht, gegen Diskriminierungen aller Art zu streiten. In welcher Tradition dieser Kampfbegriff steht und wie er als Waffe insbesondere im Kulturbetrieb eingesetzt wird, klärt ein aufschlussreicher Sammelband, den der Philosoph und Autor Alexander Ulfig herausgegeben hat.
Ein wacher Albtraum
Der Gipfel des „Wokeismus“ scheint überschritten zu sein. Doch vorbei ist es damit noch nicht – vor allem in der Kulturpolitik, die ein neuer Sammelband kritisch beleuchtet.
