Synodaler Weg

Beim synodalen Weg darf nicht jeder alles sagen

Alle dürfen zahlen, die Kirchensteuer zahlen. Man darf gespannt sein, ob man erfährt, wie viel es ist. Mitreden darf deswegen noch lange nicht jeder.
Sternberg glaubt das ZdK  besitze die alleinige Deutungshoheit über den innerkirchlichen Diskurs
Foto: Oliver Berg (dpa) | Präsident Sternberg glaubt noch immer, das Zentralkomitee besitze die alleinige Deutungshoheit über den innerkirchlichen Diskurs.

Die immer wieder angeführte Transparenz und den angeblich offenen Diskurs beim synodalen Weg kritisiert die Journalistin Birgit Kelle in ihrer kommenden Folge der Kolumne „Ungeschminkt“. Ausgehend von der Kritik des ZdK- Präsidenten Sternberg an der Seite „Synodale Beiträge“, die Bischof Voderholzer geschaltet hat, betont die Bestsellerautorin einen fatalen Irrtum des Zentralkomitees. Diese gehe, so Kelle, davon aus, die alleinige Deutungshoheit über den innerkirchlichen Diskurs zu besitzen.

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Meinungsverschiedenheiten

Ausdrücklich betont die Autorin, dass man ohne diese Initiative kaum etwas davon erfahren hätte, dass es in den Gremien des Synodalen Weges offenbar schwerwiegende Meinungsverschiedenheiten über das deutsch-nationale Kirchenveränderungsprogramm gebe. Belustigt zeigt sich die Autorin über die Annahme, die Seite „Synodale Beiträge“ sei aufwändig und nicht von jedem zu finanzieren, was von Seiten des ZdK als Kritik vorgebacht wurde.

Kostentransparenz

„Jede Schülerzeitungsredaktion hätte das über das Wochenende mit mehr Lametta gestalten können“, betont die Bestsellerautorin mit Blick auf die Schlichtheit der Seite. Beim Thema Geld trifft man offensichtlich auf eine sensible Ader. Birgit Kelle hat nachgefragt, was denn der synodale Weg kostet. Kostenträger der Veranstaltung ist offensichtlich der Verband der Diözesen Deutschlands. Immerhin zahlen die Gläubigen, also auch Birgit Kelle, mit ihren Kirchensteuern das Spektakel. DT/pwi

  

Erfahren Sie, wie transparent VDD und ZdK mit den Kosten für den synodalen Weg umgehen und warum Birgit Kelle den ganzen Prozess sehr kritisch sieht, in der kommenden Ausgabe der Tagespost. Das Epaper können Sie

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