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Voderholzer durchbricht die Schweigespirale

Die jüngst freigeschaltete Homepage zum Synodalen Weg ist ein couragierter Versuch des Regensburger Bischofs und seiner Mitstreiter, den Konstruktionsfehler der Initiative zu korrigieren.
Bischof Rudolf Voderholzer durchbricht die Schweigespirale
Foto: Maria Irl (KNA) | Die Gegner des Regensburger Vorstoßes erwarten eine öffentliche Rücknahme der Kritik und fördern damit das Bild einer Schweigespirale.

Rechtzeitig vor der nächsten Synodalversammlung Ende September schaltet das Bistum Regensburg auf dem holprigen Synodalen Weg den Blinker in Richtung Weltkirche ein. Die jüngst freigeschaltete Homepage zum Synodalen Weg ist ein couragierter Versuch des Regensburger Bischofs und seiner Mitstreiter, den Konstruktionsfehler der Initiative zu korrigieren.

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Sieg des Relativismus ist vorprogrammiert

Dieser besteht in der fehlenden Einordnung der Wortmeldungen. Der Synodale Weg opfert die Gewichtung der Beiträge dem Mehrheitsprinzip und meidet die Frage, was ein Argument stark macht. Der Sieg des Relativismus ist vorprogrammiert, wo offen Häretisches und Konstruktives unsortiert nebeneinander stehen. Von der ersten Synodalversammlung im Januar 2020 an begleitete die Erfahrung des totalitären Progressismus die Teilnehmer. Das unerbittlich angewandte Mehrheitsprinzip sorgt dafür, dass sich die an der Lehre der Kirche orientierte Minderheit regelmäßig übergangen fühlt.

Dass es um die Debattenkultur des Synodalen Wegs nicht zum Besten bestellt ist, ist nichts Neues: Schon der Rückzug des Kölner Weihbischofs Dominik Schwaderlapp im vergangenen Jahr verstärkte Zweifel an der Fairness des Gesprächsprozesses. Die Gegner des Regensburger Vorstoßes erwarten eine öffentliche Rücknahme der Kritik und fördern damit das Bild einer Schweigespirale. Wozu unliebsame Stimmen ausbremsen, wenn doch tabufrei diskutiert werden soll.

Lehramtliche Texte und Orientierungshilfen

Die freigeschaltete Homepage enthält überwiegend Bekanntes: lehramtliche Texte und Orientierungshilfen. Von deren Relecture dürfte keinerlei Gefahr einer Diskreditierung des Synodalen Wegs ausgehen. Und: Mit Blick auf den synodalen Gesprächsprozess der Weltkirche gibt es keine Zeit mehr zu verlieren. Im Oktober fällt mit dem Startschuss auch die Entscheidung, ob eine selbsternannte deutsche Avantgarde überhaupt debattenfähig ist, oder in ein Selbstgespräch abdriftet, das weltkirchlich nicht anschlussfähig ist.

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Regina Einig Bistum Regensburg Synodaler Weg

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