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ZdK-Präsident Sternberg: Gescheitert und abgeseilt

Dass Thomas Sternberg nicht mehr als Präsident des Zentralkomitees der deutschen Katholiken (ZdK) kandidiert, liegt durchaus in der Logik der Ereignisse. Sein Rückzug ist der endgültige Beweis dafür, dass der Synodale Weg gescheitert ist. Ein Kommentar.
ZdK-Spitze: Thomas Sternberg tritt nicht mehr an
Foto: Marius Becker (dpa) | Hätte es noch eines Beweises für das Scheitern des Synodalen Weges bedurft, wäre er mit Sternbergs Rückzug erbracht. Ob ein Mann oder ein Frau Nachfolger wird ist inzwischen unerheblich.

Die Ankündigung Thomas Sternbergs, im Herbst nicht mehr als Präsident des Zentralkomitees der deutschen Katholiken (ZdK) zu kandidieren, hat nicht wenige Delegierte überrascht. Dabei liegt sie durchaus in der Logik der Ereignisse. Alle Väter des Synodalen Wegs haben sich inzwischen abgeseilt, Sternberg ist nach Pater Hans Langendörfer SJ und Kardinal Marx der dritte. 

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Der Synodale Weg mäandert ziellos dahin

Die Choreographie des Rückzugs ähnelte sich zum Schluss. Setzt ein römisches Dokument dem deutschen Reformeifer Grenzen, zieht man sich zurück. Kardinal Marx stolperte über das Nachsynodale Schreiben „Querida Amazonia“, das vom kfd-Bundesverband als „herber Schlag für Frauen“ abqualifiziert wurde, während Sternberg nach dem Nein der Glaubenskongregation zur Segnung homosexueller Lebensgemeinschaften das Handtuch wirft.

Hätte es noch eines Beweises für das Scheitern des Synodalen Weges bedurft, wäre er mit Sternbergs Rückzug erbracht. Ob ein Mann oder ein Frau Nachfolger wird ist inzwischen unerheblich. Der Synodale Weg mäandert ziellos dahin. Ursprünglich hatten die Synodalen die Weltbischofssynode 2022 als große Bühne für deutsche Reformideen im Blick. Doch pandemiebedingt bleibt in der Schwebe, ob diese Synode wie geplant stattfinden wird. 

Viele Hoffnungen haben sich als unrealistisch entpuppt

Viele Hoffnungen haben sich als unrealistisch entpuppt. Der Vatikan hat keineswegs weltweite Stürme der Entrüstung mit der Bekräftigung der traditionellen Lehre ausgelöst, allenfalls den Protest Einzelner. Für deutsche Reformideen gibt es keine nennenswerte weltkirchliche Basis. Vielmehr sorgt man sich anderswo um die Einheit der Kirche in Deutschland und betrachtet den Synodalen Weg als Spaltpilz. Mit Blick auf den von dessen Befürwortern gern bemühten Vergleich zu den in Italien und Irland geplanten Synoden ist schon deswegen Vorsicht geboten, weil diese anders zugeschnitten sind als das Konstrukt Synodaler Weg.

Das vage Ziel deutscher Synodaler, Ergebnisse in Rom vorzustellen, taugt nicht als belastbare Perspektive. Es ist eine Verlegenheitslösung und nicht einmal das Zustandekommens des Termins ist derzeit garantiert - geschweige denn irgendein verbindliches Interesse. 

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