Logo Johann Wilhelm Naumann Stiftung Gemeinsame Konferenz

Stetter-Karp kritisiert Absage der Gemeinsamen Konferenz

Zu geringe bischöfliche Beteiligung: ZdK-Vorsitzende warnt vor Irritationen bei engagierten Gläubigen. DBK weist die Sorge zurück.
Stetter-Karp kritisiert Absage der Gemeinsamen Konferenz
Foto: IMAGO/Christian Ditsch (www.imago-images.de) | „Nach der VI. Synodalversammlung und im Vorfeld der avisierten Konstituierung der Synodalkonferenz wäre ein zeitnahes Zusammentreffen aus unserer Sicht von besonderer strategischer Bedeutung gewesen", findet ...

In einem Brief an die Deutsche Bischofskonferenz (DBK) hat die Vorsitzende des Zentralkomitees der deutschen Katholiken (ZdK), Irme Stetter-Karp, ihre Sorge über die Außenwirkung der abgesagten 99. Sitzung der Gemeinsamen Konferenz von DBK und ZdK zum Ausdruck gebracht. Das würde die „engagierten Gläubigen, die den Synodalen Weg in den vergangenen Jahren mit großer Aufmerksamkeit, Gebet und persönlichem Einsatz begleitet haben, irritieren“, schrieb sie.

Lesen Sie auch:

Zudem lebe Synodalität sichtbar und konkret vom verlässlichen Miteinander von Bischöfen und Laien. „Nach der VI. Synodalversammlung und im Vorfeld der avisierten Konstituierung der Synodalkonferenz wäre ein zeitnahes Zusammentreffen aus unserer Sicht von besonderer strategischer Bedeutung gewesen.“

Darüber hinaus verwies sie auf die größtenteils ehrenamtlich erbrachte Arbeit von ZdK-Mitgliedern, die entsprechende Verpflichtungen daher langfristig planen müssten. Sie hoffe, „dass die kommende Frühjahrs-Vollversammlung der DBK genutzt wird, um diese Situation selbstkritisch zu reflektieren und zugleich ein klares und sichtbares Signal für die Verlässlichkeit synodaler Zusammenarbeit zu setzen“. 

DBK weist Sorge um Irritationen zurück

Noch am selben Tag erreichte sie eine Antwort von Beate Gilles, der Generalsekretärin der DBK. Diese räumte ein, dass eine solch kurzfristige Absage „eine Zumutung“ darstelle, wies jedoch die Sorge um Irritationen in der Öffentlichkeit zurück, „da der Termin nicht öffentlich bekannt ist“ und auch aus der Sitzung heraus keine Pressearbeit erfolge. 

Da eine erneute Terminfindung in nächster Zeit „eine Herausforderung“ darstelle, halte sie eine hybride oder digitale Sitzung für sinnvoll. Sie schlug vor, zeitnah zu klären, „ob einzelne Tagesordnungspunkte in der Zwischenzeit weiter bearbeitet werden können“.

Gilles hatte die Mitglieder der Gemeinsamen Konferenz darüber zuvor informiert, dass die für den 13. Februar in Bonn geplante Sitzung nicht stattfinden könne, da „die Zahl der Anmeldungen seitens der bischöflichen Mitglieder“ zu gering sei. Die Sitzung wäre damit nicht beschlussfähig. Ein neuer Termin soll nach der Frühjahrs-Vollversammlung der Bischöfe angesetzt werden.  DT/dsc

Katholischen Journalismus stärken

Hat Ihnen dieser Artikel gefallen? Stärken Sie katholischen Journalismus!

Unterstützen Sie die Tagespost Stiftung mit Ihrer Spende.
Spenden Sie direkt. Einfach den Spendenbutton anklicken und Ihre Spendenoption auswählen:

Die Tagespost Stiftung-  Spenden

Die Printausgabe der Tagespost vervollständigt aktuelle Nachrichten auf die-tagespost.de mit Hintergründen und Analysen.

Themen & Autoren
Meldung Deutsche Bischofskonferenz Katholikinnen und Katholiken Synodaler Weg Zentralkomitee der deutschen Katholiken

Weitere Artikel

Bei der letzten Sitzung der Synodalversammlung in Stuttgart geht es um Bilanz, Reformperspektiven und den Übergang zur Synodalkonferenz. Ob Rom dem Gremium zustimmen wird, ist weiterhin offen.
09.01.2026, 14 Uhr
Meldung
Das Programm des Katholikentags steht fest. Podien werden ohne AfD-Vertreter stattfinden, Wählern der Partei wolle man aber Gesprächsmöglichkeiten bieten, so ZdK-Präsidentin Stetter-Karp.
03.03.2026, 15 Uhr
Maximilian Lutz

Kirche

Der Durst Israels und die Begegnung Jesu mit der Samariterin zeigen: Gott stillt nicht nur den äußeren Mangel, sondern in erster Linie den Durst des menschlichen Herzens.
07.03.2026, 21 Uhr
Margarete Strauss
Klar, aber nicht hart: Bei der 14. Deutsch-Österreichischen Kirchenrechtstagung in Wien ging es vor allem um kirchliche Anschlussfähigkeit und Profilschärfung.
06.03.2026, 15 Uhr
Stephan Baier
Der Kölner Dom wird von Touristen künftig Eintritt verlangen, Beter kommen kostenlos herein. Eine Chance, die eigentliche Bestimmung der Kathedrale ins Bewusstsein zu rufen.
06.03.2026, 11 Uhr
Regina Einig
Antworten auf die technische Revolution von heute: Die Internationale Theologen-Kommission beim Vatikan stellt dem Transhumanismus die Würde des christlichen Menschenbilds gegenüber.
05.03.2026, 16 Uhr
Guido Horst
Kardinalstaatssekretär Pietro Parolin forderte die Konfliktparteien zu Verhandlungen auf und warnt davor, Diplomatie und internationales Recht zu untergraben.
05.03.2026, 12 Uhr
Meldung