Mit hauchdünnen Mehrheiten haben 177 stimmberechtigte Mitglieder der sechsten Synodalversammlung am Wochenende die Weichen für die synodale Praxis nach dem Ende des Synodalen Wegs gestellt. Die geplante Synodalkonferenz soll die Umsetzung nationaler Reformbeschlüsse in deutschen Bistümern regelmäßig überwachen. Vergeblich donnerte der Münchner Kardinal Reinhard Marx „das will ich nicht“ in den Saal des Stuttgarter Maritim: Mit 21 Ja-Stimmen fiel das Votum der Bischöfe für eine „Oberinstanz“ (Marx) zur künftigen Kontrolle der Hirten denkbar knapp aus (zehn Nein-Stimmen, zwei Enthaltungen).
Wie geht es weiter mit dem Synodalen Weg?
Nach der letzten Synodalversammlung herrscht wenig Begeisterung, viel Wut gegen „Rom" und ein knappes Votum für die konstante Kontrolle der deutschen Bistümer.
